Im Laufe der vergangenen Wochen hat sich der Bitcoin-Kurs von einigen Ereignissen beeinflussen lassen. Vorne mit dabei war das neue Mining-Verbot der Regierung Kosovos. Besorgt blicken Anleger:innen nun aber vor allem auf die angekündigte Entscheidung der US-Notenbank Federal Reserve (Fed). In Reaktion auf die massive Inflation plant diese die rasche Zinserhöhungen. Der befürchtete Kurs-Absturz in Folge erster Einschätzungen blieb bislang allerdings aus.

Bitcoin zunächst „stabil“

Am Donnerstag signalisierte Lael Brainard, dass die USA im März eine Zinserhöhung erwarten könnten. Grund dafür sei dem Mitglied des Fed-Direktoriums zufolge die Inflation, die sich derzeit immer mehr festsetzt. Diane Swonk, Chefökonomin von Grant Thornton, erklärte schon am Vortag, dass sich die Fed ernsthafte sorgen mache. Die Notenbank sei „im Panikmodus“, zitiert das Handelsblatt. Damit steige „das Risiko, dass sie die Zinsen zu stark anhebt“. In Swonks Augen sei diese Entwicklung „besorgniserregend“.

Doch obwohl Einschätzungen wie diese schon seit einer guten Woche kursieren, zeigt sich der Bitcoin erstmals seit langem relativ unbeeindruckt. Binnen der vergangenen 24 Stunden hat der Kurs gerade mal 0,22 Prozent verloren, im Wochenvergleich sogar etwa 0,59 Prozent dazu gewonnen. Zwar hatte die Angst vor dem scheinbar nahen Ende der lockeren Geldpolitik der Federal Reserve im Laufe der letzten Wochen zu Verlusten bei diversen Risikoanlagen, darunter auch Kryptowährungen, geführt. Aktuell scheinen diese Befürchtungen aber nach und nach wieder in den Hintergrund zu rücken, merkt auch das Wirtschaftsmagazin Bloomberg an.

Angst nimmt ab, Hoffnung nimmt zu

Selbst der Fear & Greed Index hat sich gegenüber vergangener Woche leicht erholt. Zwar haben Anleger:innen dem Indikator zufolge noch immer „extreme Angst“, doch könnte sich die Lage in den kommenden Tagen weiter beruhigen.

Abzuwarten bleibt dennoch, wozu sich die Fed letztendlich im März entscheiden wird. Kurzfristige Erholungen sprechen zumindest dafür, dass der Fed-Chef Jerome Powell den Leitzins nicht so stark anheben muss, wie zunächst befürchtet.

Quellen: Handelsblatt; Bloomberg; Alternative.me

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