In unserem Alltag werden Kopfhörer, die die Geräusche von Außen unterdrücken, immer beliebter. Doch wie funktioniert Noise Cancelling eigentlich genau? Wir erklären dir, auf welchen technischen Grundlagen die Geräuschreduktion basiert und welche Unterschiede es gibt.

Wie funktioniert Noice Cancelling?

Um die Frage „Wie funktioniert Noise Cancelling?“ korrekt zu beantworten, ist ein kurzer Exkurs in die Welt der Schalwellen nötig. Vor allem dann, wenn du mit vielen anderen Menschen zusammenarbeitest, häufiger mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fährst oder du einfach nur ungestört in deinen Podcasts oder Playlists versinken möchtest, lohnt sich die Technologie ungemein.

Denn dank ihr werden störende Hintergrundgeräusche ausgeblendet. Ursprünglich wurde Noise Cancelling für Piloten entwickelt. Bereits 1988 schaffte es Bose, ein Modell für den Markt zu entwickeln. Es sollte vor allem die lauten und brummenden Umgebungsgeräusche, denen Piloten in einem Flugzeug ausgesetzt sind, herausfiltern.

Dabei gibt es zum einen die passive Geräuschunterdrückung, die vor allem bei ohrenbedeckenden Over-Ear-Kopfhörern, die man beispielsweise häufig bei Arbeiten mit lauten Maschinen als sogenannten Kapselgehörschutz sehen kann, zum Einsatz kommt. Auf der anderen Seite haben wir das Active Noise Cancelling. Kopfhörer mit ANC haben auf ihrer Außenseite ein Mikrofon angebracht, welches Schallwellen aufnimmt und einen Gegenschall erzeugt, der über den Kopfhörer abgespielt wird. Treffen beide Schallwellen aufeinander, löschen sie sich dank der „destruktiven Interferenz“ aus und man hört idealerweise nichts von ihnen.

Vor- und Nachteile des Noise Cancelling

Neben dem vermeintlichen Vorurteil, Kopfhörer mit Noise Cancelling könnten gesundheitsschädigend wirken, gibt es natürlich einige Vor- und Nachteile, die die Technologie, insbesondere die der aktiven Geräuschunterdrückung, mit sich bringt.

Gleich vorweg: Noise Cancelling führt keineswegs zu einem Gehörschaden, im Gegenteil: Ein solcher entsteht nur, wenn du es beim Abspielen deiner Playlist mal wieder mit der Lautstärke übertreibst. Da eine höhere Lautstärke dank der Filterung von Außengeräuschen nicht mehr nötig sein dürfte, helfen Noise Cancelling-Kopfhörer im Endeffekt sogar dabei, dich vor etwaigen Hörschwierigkeiten zu bewahren.

Der wohl größte Vorteil, den du nachdem du nun weißt, wie Noise Cancelling funktioniert, schon erkannt haben dürftest, liegt in der gesteigerten Klangqualität. Niedrige und mittlere Frequenzbereiche werden herausgefltert, was deinen Hörgenuss noch steigern dürfte. Die Technik funktioniert auch, wenn gerade gar keine Musik abgespielt wird. Dies führt allerdings auch direkt zu einem ihrer Nachteile: ein gesteigerter Akkuverbrauch. Außerdem sind Kopfhörer mit Active Noise Cancelling meist teurer, denn passive Modelle gibt es in der Regel nur als Over-Ear.

Weitere Features und Fazit

Fest steht: Noise Cancelling funktioniert immer besser und wird immer alltagstauglicher. Sogar die modernen und kompakten In-Ear-Kopfhörer verfügen dank des ANC über eine derartige Funktion, die dank ihrer stetig wachsenden Features immer besser wird. Ein Beispiel dafür liegt in der sogenannten „TalkThru“-Technologie. Mit ihrer Hilfe bleiben etwa Durchsagen in der Bahn oder die menschliche Stimme von der Geräuschunterdrückung unberührt, damit du noch etwas von deiner Außenwelt mitbekommst.

Die Frage „Wie funktioniert Noise Cancelling?“ dürfte damit für dich beantwortet sein. Wenn du dich nun aber dafür interessierst, dir selbst Kopfhörer mit Geräuschunterdrückung zuzulegen, lassen wir dich ebenfalls nicht im Regen stehen. Gleich fünf Noise Cancelling-Kopfhörer lohnen sich so richtig. Noise Cancelling gibt es übrigens auch für dein Auto: So viel smarte Technik steckt in modernen Fahrzeugen.

Quellen: eigene Recherche, Gravis, Mobilefidelity, Connect, Giga, Welt

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