Wer heutzutage einen neuen Fernseher kauft, steht nicht selten vor einer schwierigen Wahl. Nicht nur scheinen alle Flachbildfernseher gleich matt und grau auszusehen, sie unterscheiden sich neben dem Hersteller auch noch durch bestimmte Abkürzungen. Die zeugen in der Regel von der Bildqualität, etwa wenn Ultra HD, QLED, 4K oder HDR angepriesen werden. Was HDR bedeutet, und worin der Unterschied zu 4K besteht, liest du hier.

HDR: Mehr als nur Fernsehen

HDR steht in erster Linie für eine Abkürzung, die vor allem Fotograf:innen kennen. Es beschreibt die High Dynamic Range und somit den erhöhten Sichtbarkeitsbereich in einem Bild im Gegensatz zur SDR, der Standard Dynamic Range. Das bedeutet, dass die Kontrastschärfe von Objekten in einem besseren Verhältnis zwischen hell und dunkel abgebildet werden können.

Bereits im Alltag kannst du diese Erfahrung machen. Nimmst du zum Beispiel mit deiner Smartphone-Kamera ein Bild auf, zeigt es dir die Helligkeitsabstufungen gerade bei Tageslicht eher verwaschen an. Schaust du dir nun das Bild an, kommen vor allem Kontraste nicht zur Geltung und der Himmel ist teilweise weiß. Eigentlich halbdunkle Stellen verwandeln sich plötzlich in Schlagschatten, die alles verschlucken. Das Bild sieht unnatürlich aus

Somit bedeutet HDR mehr als nur Fernsehen, weil es die Kontrastschärfe eines Bildes beschreibt. Wenn du also einen HD-fähigen Flatscreen hast, dann verspricht dieses Gerät in der Regel keine bessere Auflösung. Es garantiert viel mehr, dass die Dinge auf dem Bildschirm nahezu in derselben Kontrastschärfe dargestellt werden, die du unter realen Bedingungen wahrnehmen würdest.

Wenn 4K allein nicht ausreicht

4K bezeichnet die vier Bereiche, die für die Bildschirmauflösung deines Fernsehers eine besondere Rolle spielen: Auflösung, Bittiefe, Bildwiederholfrequenz und den Farbraum. Somit sorgt ein 4K-fähiger Fernseher für lebhafte Farben, eine hohe Auflösung bei einer genügend schnellen Abspielfrequenz der Bilder pro Sekunde. Das fünfte Element, HDR, spielt bei der Entwicklung dieser Fernseher bisher keine Rolle: Die Kontrastschärfte.

Somit werden die Bilder trotz hoher Auflösung und sehr schneller Framerate oft zu hell oder zu dunkel. Die High Dynamic Range ermöglicht eine wesentlich genauere Abstimmung von Licht- und Schattenverhältnissen. Wer also sein Fernseherlebnis so nah wie möglich an reale Sichtbedingungen heranholen möchte, sollte sich die HDR-Funktion für den 4K-Fernseher überlegen. Die gesteigerte Kontrastschärfe sorgt zusätzlich zur hohen Auflösung für eine detailreichere und lebendigere Darstellung.

Und falls du wissen willst, was der überraschende Unterschied zwischen UHD und 4K ist, haben wir auch hierfür einen Beitrag für dich.

Quelle: eigene Recherche

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