Bislang scheint das weltweite Geschäft für Apple eigentlich ganz blendend zu laufen. Schließlich scheffelt der Konzern aus Cupertino besonders mit seinen iPhones hunderte Milliarden jährlich. Trotzdem ist der Hersteller schon lange Konkurrenz wie Politik ein Dorn im Auge aufgrund unlauterer Wettbewerbspraktiken. Ein großer Streaming-Dienst im Musikbereich hat sich nun erneut in die Debatte eingeschaltet und die EU dazu veranlasst, eine weitere Klage voranzubringen. Es drohen heftige Konsequenzen.

Spotify beschwert sich über Apple

Wie die Nachrichtenagentur Reuters exklusiv berichtet, muss Apple mit einer weiteren kartellrechtlichen Klage der EU rechnen. Musik-Streamer Spotify habe diesen neuen Schritt durch eine Beschwerde angestoßen, so heißt es im Artikel unter Berufung auf eine nicht näher genannte Person.

Das ist nicht das erste Mal, dass man sich innerhalb der EU das Unternehmen aus dem kalifornischen Cupertino vorknöpft. Und auch Spotify legt sich nicht zum ersten Mal mit Apple an. Schon 2021 warf die Europäische Kommission wegen Spotify Apple Wettbewerbsverzerrung beim Musik-Streaming vor aufgrund restriktiver Regeln im App Store. Konkret geht es um alternativlose Bezahlsysteme: App-Anbieter dürften lediglich Apples eigene Optionen den Nutzerinnen und Nutzern zur Verfügung stellen. Auf andere Möglichkeiten könnte man sie nicht hinweisen.

Apple drohen immense Strafen

Mit dem neuen Schritt erhöhen die Verantwortlichen den Druck auf Apple. Der iPhone-Hersteller könnte im Extremfall zu einer Strafe in Höhe von 10 Prozent des Jahresumsatzes verdonnert werden, was ungefähr 27 Milliarden US-Dollar entspräche.

Und das ist noch nicht alles: Zusätzlich arbeitet eine Organisation in den Niederlanden an einer Klage gegen Apple in Höhe von 5 Milliarden Euro. Zudem ist mit dem Digital Markets Act erst vor kurzem ein neues EU-weites Gesetz beschlossen worden, das die Dominanz von Apple, Google oder auch Meta (ehemals Facebook) eindämmen soll. Dieses wird allerdings noch circa zwei Jahre brauchen, um tatsächlich in Kraft zu treten.

Quelle: Reuters

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