Im Zuge eines Downloads kann es vorkommen, dass du eine Datei mit der Endung „.jar“ erhältst. Dabei handelt es sich um eine komprimierte Datei, in der wichtige Informationen gebündelt sind. Um eine JAR-Datei öffnen zu können, brauchst du ein bestimmtes Programm. Wie du das Datenbündel auf Windows 10 ausspielst, erfährst du in diesem Beitrag.

Funktionsweise

„JAR“ ist die Abkürzung für „Java Archive“. Eine JAR-Datei ist also nicht nur eine kleine Datei, sondern beinhaltet ein komplettes Archiv von Dateien, die zusammengenommen ein Programm darstellen könnten. Eine sogenannte Java-Datei kann somit einen ganzen Bündel an Informationen in sich tragen: Audio- und Bilddateien, Sicherheitsschlüssel und weitere Programmdateien. Im Prinzip versteckt sich hinter dem einen heruntergeladenen Ordner ein komplettes Programm.

Ähnlich wie bei einer .zip-Datei kannst du die JAR-Datei öffnen beziehungsweise „entpacken“. Der Vorteil von einem solchen komprimierten Datensatz besteht darin, dass in ihm tausende Dateien gespeichert sein können. Somit lassen sich komplexe Programme ohne großen Aufwand teilen.

Anforderungen zum Öffnen von JAR-Datein

Um eine JAR-Datei auf Windows 1o öffnen oder entpacken zu können, muss auf deinem Computer Java-Runtime installiert sein. Solltest du das Programm noch nicht in deinem System haben, kannst du es durch den Entwickler kostenfrei hier herunterladen.

Computer auf Java-Runtime überprüfen

Bist du dir nicht sicher, ob du das Programm bereits auf deinem Computer installiert hast, kannst du das ganz einfach nachschauen:

  • Halte dafür die Windows-Taste (die mit dem Windows-Symbol) gedrückt und tippe auf „R“.
  • In dem nun erscheinenden Textfenster tippst du „CMD“ ein.
  • Nun landest du in einer schwarzen Kachel. Hier gibst du final „java -version“ ein. Erhältst du hierauf die Antwort, dass der Befehl fehlerhaft sei, hast du das Programm noch nicht auf deinem Rechner installiert.

Weitere kompatible Programme

Neben Java gibt es noch andere Programme, mit denen du JAR-Dateien öffnen kannst. Die gängigsten hierfür sind:

  • WinRAR (ebenfalls kostenlos)
  • WinZip (kostenpflichtig)
  • UltimateZip (Windows-Alternative)
  • IZArc2Go (ohne Installation von externen Datenträgern wie USB-Sticks abrufbar)

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JAR-Dateien öffnen oder entpacken

Hast du die erforderliche Software, kannst du heruntergeladene JAR-Dateien nun problemlos entpacken. Dafür gehst du wie folgt vor:

  • Nachdem du die Datei heruntergeladen hast, findest du diese in deinem Download-Ordner.
  • Klicke mit einem Rechtsklick auf die JAR-Datei und wähle „Öffnen mit…“ aus.
  • Es öffnet sich ein weiteres Dropdown-Menü, in dem du „Java(TM) Platform SE-Binärdatei“ anwählen kannst.
  • Nun kannst du die Option, dass die Java-Software stets benutzt werden soll, um die komprimierten Dateien zu öffnen.
  • Durch einen Doppelklick solltest du jetzt sämtliche JAR-Dateien entpacken können, die du nachfolgend herunterlädst.

Vor Maleware schützen: JAR-Dateien sind ein beliebtes Ziel für Virenattacken, weil sie plattformunabhängig funktionieren, wie der Digital Guide IONOS schreibt. Solltest du also komprimierte Dateien herunterladen, dann stelle sicher, dass sie auch von einer seriösen Quelle stammen. Programme solltest du nicht von Zweit- oder Drittanbietern, sondern direkt vom eigentlichen Entwickler-Studio.

Quelle: IONOS Digital Guide

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