Abgesehen vielleicht von einigen nostalgischen Nischen gilt auf dem Technikmarkt eigentlich immer die Devise: Je neuer, desto besser. Schließlich versuchen sich die Hersteller stets mit neuen, innovativen Produkten gegenseitig zu übertrumpfen. Bei Google möchte man aber jetzt alten Geräten auf die Sprünge helfen. Doch dazu muss die passende Hardware erst einmal angeschafft werden – und da kommt eBay ins Spiel.

Google will alte Laptops nutzbar machen

Das geht jetzt aus einem Bericht bei Bloomberg hervor. Demnach habe man damit begonnen, bei der Online-Auktionsplattform alte Laptops von Herstellern wie Apple, Lenovo, Acer oder Fujitsu aufzukaufen. Grund dafür ist eine neue Entwicklung namens ChromeOS Flex.

Dabei handelt es sich um ein neues Betriebssystem, das die Google-Profis extra für betagte Hardware konzipiert haben. Dieses soll Cloud-basiert arbeiten und vor allem Webanwendungen wie Google Docs und Gmail unterstützen. Damit verspricht man sich eine ausreichende Verbesserung der Leistung für die moderne Zeit.

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Ins Visier nehmen möchte man Altgeräte, die mitunter zehn Jahre alt sein können. ChromeOS Flex soll nur wenig Rechenleistung benötigen, weshalb man sich für diese ausrangierten Exemplare eine schnelle und einfache Lösung verspricht. Und natürlich muss man die neue Software auf den dafür vorgesehenen Plattformen ausgiebig testen.

Viele Vorteile mit ChromeOS

Wie Michael Wendling, Product-Lead von ChromeOS Flex, gegenüber dem Blatt erzählt, gebe es zum Beispiel viele Schulen mit Budget-Beschränkungen und kleinere Unternehmen, die liebend gerne ihren alten Rechnern neues Leben einhauchen wollen. Es sei auch in der Regel kein Problem der Hardware, sondern der Software, weshalb alte Computer und Laptops im Vergleich zu heute so langsam operieren würden.

In ersten Tests konnten er und sein Team bereits überraschende Verbesserungen bei Geschwindigkeit und Energieeffizienz feststellen. Die Notwendigkeit eines Neukaufs wird dadurch aufgeschoben und natürlich kommt das auch der Umwelt zugute, da unnötiger Elektromüll vermieden werden kann.

Natürlich kann man aber nicht dieselbe Funktionalität wie beim vollwertigen ChromeOS erwarten. Auch was die allgemeine Sicherheit betreffe, werde man Abstriche machen müssen.

Neues OS soll kostenfrei werden

Für die Privatkundschaft soll ChromeOS Flex kostenfrei als Download erscheinen. Die Installation soll dann ganz einfach über einen USB-Anschluss erfolgen können. Für Unternehmen gelten wiederum Lizenzkosten, die je nach Firmengröße variieren sollen.

Wann Google ChromeOS Flex final herausbringen wird, steht jetzt noch nicht fest. Bis dahin will man das System weiter testen und dazu Altgeräte bei eBay und anderswo einkaufen: „Der einzige Ort, wo wir ein Exemplar eines bestimmten Gerätes finden konnten, war ein Buchhändler in Australien. Also musste jemand aus dem Büro dorthin, es besorgen und wieder zurückfliegen.“

Quelle: Bloomberg

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