Wenn später in diesem Jahr dein Smartphone plötzlich eine Warnung vom Bund erhält, steckt dort ein ganz bestimmter Grund hinter: Der Warntag 2022. Er hat nun ein konkretes Datum erhalten. Allerdings ist es auch denkbar, dass an diesem Tag zwar dein Umfeld eine Benachrichtigung erhält, du allerdings nicht. Die Ursache dafür lässt sich in den Ereignissen vor zwei Jahren ergründen.

Warntag 2022: Das hat dein Smartphone damit zu tun

Das Konzept vom Warntag ist, dass Bund und Länder gemeinsam die Warnmittel in Deutschland erproben sollen. Darunter zählen etwa Sirenen, aber auch das Fernsehen sowie das Radio oder eben dein Smartphone, wie auf der Webseite zum Projekt erklärt wird.

Der diesjährige Warntag wird am 08. Dezember stattfinden. Auch einige weitere Details sind bereits bekannt:

  1. Um 11 Uhr sollen die entsprechenden Behörden und Stellen die Warnmittel in den einzelnen Ländern aktivieren.
  2. Auch in TV und Radio sollen Durchsagen zum bundesweiten Probealarm zu hören sein.
  3. Auf dem Smartphone erhältst du eine Warnung, wenn du die Warn-App NINA installiert hast oder dich in einer bestimmten Region aufhältst.
  4. Um 11:20 Uhr ist es vorbei und auf denselben Wegen soll die Entwarnung erfolgen.

Mit Hilfe des Warntags 2022 will man die Bevölkerung für das Thema Warnungen sensibilisieren.

Problealarm auf dem Handy: Was, wenn er ausbleibt?

Für den Warntag 2022 sollen Smartphones sowie ältere Handys auch ohne Warn-App einbezogen werden können. Dazu nutzen Bund und Länder das sogenannte Cell Broadcasting. Befindest du dich in der Nähe eines Funkmastes, erhältst du eine Warnung per SMS direkt auf dein Gerät. Allerdings können auch mehrere Ursachen dafür sorgen, dass du keine Warnung erhältst:

  1. Noch ist das Cell Broadcasting nicht nutzbar. Ob das bis Anfang Dezember gelingt bleibt abzuwarten.
  2. Es kann sein, dass dein Bundesland, deine Kreisstadt oder deine Kommune auf andere Warnmittel setzt als den Alarm via Smartphone.
  3. Es gibt Störungen im Mobilfunknetz bzw. in der generellen Datenübertragung.
  4. Für iPhone-User: Eine iPhone-Einstellung kann ebenfalls eine Benachrichtigung unterdrücken.

Insbesondere Punkt 3 erinnert an die Geschehnisse aus dem Jahr 2020. Dort versuchte man es erstmalig mit dem bundesweiten Probealarm und scheiterte kläglich. Die Warn-Apps versendeten entweder gar keine Benachrichtigung oder sie kamen erst viel später auf dem Smartphone an.

Apropos Warnung: Fremde schaffen es dein Handy zu orten, ohne dass du etwas davon mitbekommst:

Quelle: Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe

Seit dem 24. Februar 2022 herrscht Krieg in der Ukraine. Hier kannst du den Betroffenen helfen.

Du willst mehr von uns lesen? Folge uns auf Google News.