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Kostenlose E-Mail-Anbieter: 3 Freemail-Optionen im Vergleich

Es gibt viele kostenlose E-Mail-Anbieter. Welche die unserer Meinung nach besten sind und was eine gute Anwendung ausmacht, erfährst du, wenn du jetzt weiterliest.

Frau checkt E-Mail-Programm
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Enttarnen von Phishing-Mails // IMTEST

Jeder hat schon einmal eine Phishing-Mail bekommen – und vielleicht nicht direkt erkannt. Immerhin geht es hier um gezielten Betrugsversuch.

Mit einem kostenlosen E-Mail-Anbieter kannst du im Optimalfall nicht nur elektronische Nachrichten versenden, sondern auch sortieren oder auf andere Features wie das Vorplanen oder Zurückstellen zugreifen. Eine gute Anwendung sollte außerdem am Desktop-PC sowie am Handy via App abrufbar sein. Wer damit professionell arbeiten will, sollte wert darauf legen, dass es vom gleichen Anbieter ein Terminplanungstool gibt. Wir erklären dir hier nun noch weitere Details, damit du das Beste für dich auswählen kannst. Drei Freemail-Anbieter stellen wir dir genauer vor.

7 Kriterien für einen guten, kostenlosen E-Mail-Anbieter

Die Wahl ist keine leichte, da es viele kostenlose E-Mail-Anbieter auf dem Markt gibt. Daher solltest du dir zunächst darüber im Klaren sein, was du von einem Mailprogramm erwartest. Die wichtigsten Features, die jeder erfüllen sollte, erklären wir dir nun:

KriteriumErklärung
Grundlegende Funktionen beim elektronischen Postfach– Versenden, Erhalten, Speichern und Löschen von Mails
– Verschiedene Ordner (Empfangen, Gesendet, Spam)
– Kontakte speichern können
– Mails hervorheben, zurückstellen, vorplanen
– Mails und Absender*innen blockieren oder melden können
Erstellen von Vorlagen oder Automatisierungen – Vorlagen helfen dir dabei, schneller Nachrichten zu versenden. Diese solltest du selber erstellen, mit Titeln versehen und jederzeit abrufen können.
– Automatisierungen: etwa eine Benachrichtigung, wenn man im Urlaub ist und an eine Vertretung verweisen will oder dass bestimmte Mails direkt in einem eigens erstellten Ordner landen
Verknüpfung mehrerer Postfächer– Nutzt du verschiedene Mail-Adresse, sollte ein kostenloser E-Mail-Anbieter diese miteinander verknüpfen lassen können.
– So hast du alle Mails in einem Postfach.
Ordner und Label selbst erstellen– Erstelle Ordner für „Online-Shopping“, „Arbeit/ Bewerbungen“, „Termine“, „Veranstaltungen“ und vieles mehr, um immer den Überblick zu behalten.
– Achte darauf, dass du bei dem kostenlosen E-Mail-Anbieter die Nachrichten binnen weniger Klicks verschieben kannst.
Funktionen auch als App– Eine Mailanwendung ist nur dann praktisch, wenn du die Nachrichten auch von unterwegs abrufen kannst.
– Eine App für Android oder iOS ist daher das A und O.
Übersichtliches Design und Filteroptionen– Du musst in deinem kostenfreien E-Mail-Postfach durchsehen, um gut damit arbeiten zu können.
– Achte darauf, dass dich das Design anspricht oder du bei der jeweiligen Anwendung Anpassungen vornehmen kannst.
– Beliebte Anpassungen sind: „Ungelesene Mails zuerst anzeigen“, „Nur Betreff“ oder „Vorschau der Mail“, „Darkmode“
Weitere Apps und Anwendungen– Beispielsweise ein Kalender, sodass du Termine, die per elektronischer Nachricht versendet werden, direkt dort eintragen kannst

Wichtig: Natürlich sollte auch das Thema Sicherheit beim richtigen, kostenlosen E-Mail-Anbieter großgeschrieben werden. Mit einer Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) sicherst du deinen Login doppelt ab. Außerdem sollten die Mails verschlüsselt versendet werden.

Liste kostenfreier Mail-Postfächer und unsere Top 3

Wie eingangs erwähnt, gibt es wirklich viele kostenlose E-Mail-Anbieter auf dem Markt. Würden wir auf alle eingehen, wäre dieser Text vermutlich unendlich lang. Daher stellen wir dir gleich unsere Top-3-Postfächer vor und gehen auf die Vor- und Nachteile ein.

Nichtsdestotrotz findest du hier eine Liste der zehn bekanntesten, kostenlosen E-Mail-Anbieter:

  1. Outlook.com
  2. Tutanota
  3. Gmail
  4. Yahoo Mail
  5. mail.de
  6. AOL
  7. GMX
  8. Web.de
  9. Telekom Mail
  10. Freenet

#1 Outlook.com richtet sich an Microsoft-User

Eine Outlook-E-Mail-Adresse haben ohnehin die meisten Personen mit einem Windows-PC. Zudem ist die Desktop-App auf den meisten Rechnern bereits vorinstalliert. Daher ist die Nutzung dieses kostenlosen E-Mail-Anbieters in jedem Falle naheliegend. Wer von unterwegs zugreifen will, nutzt einfach die entsprechende App für Android oder iOS. Die Vor- und Nachteile von Outlook.com im Überblick:

Vorteile

  1. Der Zugriff erfolgt über die PC-App, mobile Anwendungen oder den Browser.
  2. Mit dem zusätzlichen Microsoft Authenticator für das Smartphone sicherst du dein Postfach mit der Zwei-Faktor-Authentifizierung ab.
  3. Outlook.com bietet fast alle Mail-Funktionen aus der obigen Tabelle.
  4. Du kannst über das Interface auch direkt auf dem Kalender sowie die Webversionen von Word, Powerpoint und Excel zugreifen.
  5. Du kannst in deinem Outlook-Account mehrere Postfächer anlegen.

Nachteile

  1. Die Desktop-Anwendung ist für einige vermutlich anti-intuitiv gestaltet.
  2. Die Server des Dienstes befinden sich in den USA. Dort gibt es lockerere Datenschutzrichtlinien als hierzulande.

#2 Tutanota – hier wird Sicherheit großgeschrieben

Suchst du einen besonders sicheren, kostenlosen E-Mail-Anbieter, ist Tutanota die beste Wahl. „Verschlüsselt und ohne Werbung“, ist das Motto des Clients. 2FA, eine starke Verschlüsselung der elektronischen Post und anderer Daten, sind selbstverständlich. Natürlich sind auch alle grundlegenden Mailpostfach-Features bei Tutanota gegeben.

Vorteile

  1. Der Zugriff erfolgt über die PC-App oder eine Google-freie Android bzw. iOS-Anwendung.
  2. Der Anbieter ist komplett werbefrei und dennoch für die Privatnutzung kostenlos.
  3. Du musst bei der Erstellung deiner Mail-Adresse keine weiteren Daten wie etwa deine Telefonnummer oder personenbezogene Daten anlegen. Du wählst, wie anonym du sein möchtest.
  4. Du hast Zugriff auf einen Kalender.
  5. Du kannst von diversen Postfächern einfach Mails sicher in dein Tutanota-Postfach weiterleiten.

Nachteile

  1. Wer mehr als einen Gigabyte Speicher braucht, zahlt drauf.
  2. Einen Cloud-Speicher zur Ablage von Anhängen und weiterem gibt es nicht.

#3 Gmail – Flexibilität und einfaches Design

Eine Google-Mail-Adresse haben ohnehin die meisten mit einem Android-Handy. Nutzt du die Anwendung als kostenlosen E-Mail-Anbieter, profitierst du aber auch auf dem iPhone von einer sauber gestalteten App. Natürlich lassen sich die Mitteilungen aber auch am PC abrufen. Zudem gibt es wie bei Outlook Verknüpfungen zum Google-Kalender oder Office-Diensten wie Google Sheets und Google Docs.

Vorteile

  1. Nutze Gmail am PC oder der Smartphone-App.
  2. Profitiere von 15 GB kostenlosem Google Drive-Speicher. Der Anbieter ist komplett werbefrei und dennoch für die Privatnutzung kostenlos.
  3. Du hast Zugriff auf den Google-Kalender sowie oben benannte Office-Anwendungen.
  4. Es gibt eine Google Chat- sowie Google Meet-Integration, wenn es schnell gehen muss oder man Themen lieber im Gespräch abhandelt.
  5. Gmail-Inhalte werden nicht dazu verwendet, um mehr personalisierte Werbung zu generieren. Hier zieht der kostenlose E-Mail-Anbieter eine klare Linie.

Nachteile

  1. Die Server des Dienstes befinden sich in den USA. Dort gibt es lockerere Datenschutzrichtlinien als hierzulande.
  2. Werbeanzeigen sind hier und da zu entdecken.

Quellen: Outlook.com, Gmail, Tutanota, eigene Recherche

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