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Neues Verkehrsschild: Wer es übersieht, zahlt 70 Euro Strafe

Gibt es eine Neuerung im Straßenverkehr, kann es dauern, bis sie alle erreicht. Vor allem, wenn es sich um ein neues Kennzeichen oder Symbol handelt.

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Bußgelder im Verkehr: Top 3

Im Straßenverkehr drohen bei diversen Vergehen Bußgelder. Diese können allerdings je nach Art des Verstoßes schnell enorm ansteigen. Wir zeigen dir die Top 3 der teuersten Verstöße im Straßenverkehr.

Vor vergleichsweise kurzer Zeit und im Rahmen der damaligen Änderung der Straßenverkehrsordnung (StVO) erweiterte man den Bestand an Verkehrsschildern auch um ein Exemplar mit der Kennnummer 277.1. Wird es mißachtet, kommt es Fahrzeugführer*innen teuer zu stehen.

Kennst du dieses Verkehrsschild?

Die 2020er Novelle der StVO verfolgte das Ziel, den Verkehr sicherer zu machen und mehr Autofahrerinnen und Autofahrer zum Umsteigen aufs Fahrrad zu motivieren. Viele Verstöße werden seitdem härter verfolgt und auch neue Verkehrsschilder führte man ein. Darunter besagtes Zeichen 277.1.

Das Verkehrsschild 277.1 gibt es seit 2020
Das neue Verkehrsschild 277.1 gibt es seit 2020. © CC0

Auf dem Verkehrsschild abgebildet sind ein roter Personenkraftwagen (Pkw) links sowie ein Fahrrad und ein Motorrad auf der rechten Seite. Dahinter steckt eine erweiterte Aufforderung zu mehr Vorsicht beim Überholen von Radfahrer*innen beziehungsweise Motorradfahrer*innen.

Das steckt dahinter

Im Detail bedeutet das Kennzeichen 2771.1, das den Namen „Verbot des Überholens von einspurigen Fahrzeugen für mehrspurige Kraftfahrzeuge und Krafträder mit Beiwagen“ trägt, dass PKW, LKW und Krafträder mit Beiwagen keine Fahrräder, Motorräder, Mofas oder Roller überholen dürfen. Die genaue Erläuterung dazu findet sich in Paragraf 5 Absatz 4 der StVO.

Während die StVO vor der Änderung 2020 lediglich einen „ausreichenden Seitenabstand“ vorschrieb, gilt inzwischen innerorts ein Mindestüberholabstand von 1,5 Metern und außerorts von zwei Metern Abstand. Das Verkehrsschild 277.1 ergänzt dies um das genannte Überholverbot.

Missachtung kann teuer werden

Wer das Kennzeichen übersieht, muss im schlimmsten Fall mit einem Bußgeld von 70 Euro rechnen. Dazu kann ein Punkt in Flensburg gehören. So heißt es laut Bußgeldkatalog im Falle von „Überholen unter Nicht­beachten von Verkehrs­zeichen (VZ 276, 277)“.

Eine Einschränkung bildet übrigens die folgende Situation: Wartest du im Auto an einer Kreuzung und ein Radfahrer fährt vorbei oder stellt sich neben dich, brauchst du den Mindestabstand nicht einnehmen.

Quellen: Bußgeldkatalog, eigene Recherche

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