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Stromkosten: Das erwartet Kunden bald – es macht Experten „Angst“

Die Ausgaben für den eigenen Stromverbrauch sinken aktuell wieder, weil die Preise für Energie zurückgehen. Dennoch sieht es Expert*innen zufolge für die kommenden Jahre nicht gut aus.

Die Stromkosten sollen bis 2030 wieder steigen
u00a9 Gina Sanders - stock.adobe.com

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Das Thema Energieversorgung ist durch die enorm gestiegenen Stromkosten in den vergangenen Monaten schmerzhaft in jeden Haushalt vorgedrungen. Bis 2030 soll es allerdings noch schlimmer werden.

Darum könnten die Stromkosten weiter steigen

Aktuell erleben wir einen Rückgang der Strompreise. Allerdings prognostizieren Experten langfristig einen realistischen Preis von 60 bis 80 Cent pro Kilowattstunde, sofern der Ausbau erneuerbarer Energien nicht mit der Nachfrage Schritt hält, wie die Tagesschau berichtet.

Wirft man einen Blick auf Online-Vergleichsportale betragen die durchschnittlichen Strompreise für Neukunden derzeit rund 30 Cent. Es ist jedoch fraglich, ob dieses Niveau aufrechterhalten werden kann. Denn mit zunehmender Verbreitung von Wärmepumpen und Elektrofahrzeugen wird die Nachfrage nach Strom in Zukunft rapide steigen.

Für Jürgen Karl von der Friedrich-Alexander-Universität Nürnberg-Erlangen stellt der steigende Bedarf das Nadelöhr der Energiewende dar. Er fürchtet, „dass Gaskraftwerke auch in Zukunft immer häufiger eingesetzt werden müssen“, um die entstehende Lücke zu decken. Stromkosten in Höhe von 60 bis 80 Cent pro Kilowattstunde seien seiner Meinung nach deshalb bis 2030 realistisch.

So sieht es für Stromkundinnen und -kunden aus

Ausgehend von aktuellen Messungen könnte die Stromlücke so groß werden, dass „2030 ungefähr ein Drittel Kapazität [fehlt], wenn weiterhin so ausgebaut würde wie die letzten zwei Jahre“, erklärt Detlef Stolten, Leiter des Instituts für Energie- und Klimaforschung am Forschungszentrum Jülich.

Der Ausbau müsste also beschleunigt werden, um dieses Szenario zu verhindern. Die derzeitigen Ziele der Politik sind laut Fachleuten allerdings eher Leuchttürme, um Druck auf die Industrie auszuüben. So zumindest sieht es Torsten Levsen, Chef des Windparkentwicklers Denker & Wulf laut der Tagesschau.

Für Levsen ist klar, dass die Kundschaft die daraus resultierenden Stromkosten zur spüren bekommen wird: „Meine Angst ist letztendlich, dass fossile Energien den Strompreis am Markt bestimmen. Wenn wir in der Energiewende nicht so vorankommen, kann es sein, dass immer, wenn die Stromlücke entsteht, die fossile Energie den Preis setzt. Und das führt dann zu höheren Preisen.“

Quellen: Tagesschau

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