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30 Jahre Führerscheinentzug: Wer sich hier daneben benimmt, wird hart bestraft

Wer in Italien mit dem Auto über die Stränge schlägt, muss damit rechnen, den „Lappen“ für extrem lange Zeit abzugeben.

Mann gibt seinen Führerschein ab
u00a9 Getty Images/iStockphoto

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Während viele ihren Urlaub mit dem Flugzeug bestreiten, bevorzugen andere das eigene Auto. Fährst du damit in ein anderes Land, bist du schnell mit Verkehrsregeln konfrontiert, die hierzulande anders ausfallen. In Italien droht beispielsweise ein Führerscheinentzug für ganze 30 Jahre.

Überraschender Führerscheinentzug: Das droht dir in Italien

Nicht nur in Deutschland gibt es verschiedenste Sanktionen im Straßenverkehr. Sei es durch ein wenig bekanntes Verkehrsschild, das dich 70 Euro Strafe kostet, wenn du es aus Versehen übersiehst, oder in Form anderer Bußgelder, die für zum Teil seltsam anmutende Dinge anfallen.

In anderen Ländern kann es dagegen schnell noch extremer werden. So musste ein Geschäftsmann in Finnland vor kurzem 121.000 Euro Bußgeld zahlen, weil er 32 Stundenkilometer zu schnell gefahren war. Und auch Italien hat ähnlich strenge Regeln, allerdings für ein Vergehen, das auch hart bestraft werden sollte: Wer wiederholt mit Alkohol oder unter Drogen am Steuer erwischt wird, muss mit einem Führerscheinentzug von 30 Jahren rechnen. Das berichtet die Berliner Morgenpost

Das Gute: Wie es laut Bußgeldkatalog heißt, musst du als deutsche*r Fahrer*in in Italien nicht mit der enormen Strafe rechnen. Dort heißt es:

Ein Führerscheinentzug im Ausland kann einen deutschen Autofahrer üblicherweise nicht treffen. Wird er wegen einer Geschwindigkeitsüberschreitung oder Alkohol und Drogen kontrolliert, kann ihm zwar der Führerschein abgenommen werden, jedoch droht kein Führerscheinentzug im Ausland. Hier wird der Führerschein lediglich in Verwahrung genommen, denn nur deutsche Behörden können die Fahrerlaubnis dauerhaft entziehen.

Bußgeldkatalog

Das steckt hinter der harten Strafe

Verglichen mit dem Strafmaß in Deutschland, erscheint das Vorgehen Italiens dennoch besonders extrem. Wer hierzulande mit Alkohol am Steuer erwischt wird, muss mit drei bis vier Monaten Fahrverbot oder einem Führerscheinentzug von bis zu sechs Monaten rechnen.

Dass man in Italien anders vorgeht, liegt vornehmlich an Matteo Salvini. Der derzeitige Minister für nachhaltige Infrastruktur und Mobilität im Kabinett von Giorgia Meloni hat einen Gesetzesentwurf auf den Weg gebracht, der schon im Herbst in Kraft treten soll. Bis dahin muss es noch vom Kabinett abgesegnet werden.

Neben den bis zu 30 Jahren Führerscheinentzug bei wiederholtem alkoholisierten Fahren sind auch härtere Strafen für Ersttäter*innen angedacht. Hierbei wird der Führerschein eingezogen und ein Fahrverbot von bis zu drei Jahren ausgesprochen.

Ein Fahrverbot soll es übrigens auch dann geben, wenn man mit dem Handy am Steuer erwischt wird oder über eine rote Ampel fährt. Eine Geldbuße und bis zu 15 Tage ohne Führerschein sind dann möglich.

Quellen: Berliner Morgenpost, Bußgeldkatalog

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