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Ladekabel: Auf diese praktische Neuerung musst du doch länger warten als gedacht

Bei Ladekabeln gibt es eine große Auswahl, doch daraus folgen auch viele Unstimmigkeiten. In Deutschland ist erstmal nicht mit mehr Einheitlichkeit zu rechnen.

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Geld und Strom sparen hat für viele Menschen derzeit oberste Priorität. Auch unsere Smartphones verbrauchen Strom und das schadet zusätzlich dem Akku der Geräte.

Da hat Deutschland – wortwörtlich – den Anschluss verpasst. Eine Regelung der Europäischen Union (EU) soll USB-C in allen Mitgliedsstaaten zum allgemeinen Standard für Ladekabel machen. Auch in Deutschland liegt ein entsprechender Gesetzentwurf zur Vereinheitlichung vor. Doch bei der Umsetzung verfehlte die Bundesregierung (knapp) die Deadline.

USB-C-Standard für Ladekabel: Das besagt die Verordnung

Bereits im Jahr 2022 einigte sich die EU auf die Vereinheitlichung auf USB-C-Anschlüsse. Im Oktober letzten Jahres stellte auch die Bundesregierung einen entsprechenden Entwurf zur Gesetzesänderung vor, der hierzulande für mehr Einheitlichkeit bei Ladekabeln sorgen sollte.

Entsprechend der EU-Vorschriften wäre damit USB-C bundesweit zum Standard für Ladeanschlüsse gemacht worden. Wie der Gesetzentwurf vorsah, sollte diese Regelung bis Ende 2024 für alle Smartphones, Digitalkameras, Kopfhörer, Tablets, tragbare Videospielekonsolen, Tastaturen, E-Reader, Navigationsgeräte, Headsets und tragbare Lautsprecher gelten. Bis 2026 soll dies auch auf Laptops erweitert werden.

Sowohl Bund als auch EU versprechen sich von der Änderung erhöhte Kundenfreundlichkeit. Außerdem soll so der jährlich anfallende Elektroschrott reduziert werden.

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Deutschland in Verzug geraten

Wie unter anderem das Tech-Portal Heise berichtet, sah der EU-Beschluss ursprünglich vor, dass die einzelnen Mitgliedsländer die Richtlinien bis zum 28. Dezember 2023 in nationales Recht umsetzten. Zwar stand der deutsche Gesetzentwurf schon im Oktober, doch den Bundestag erreichte er erst am 20. Dezember. Somit reichte man ihn erst nach der letzten Sitzungswoche des vergangenen Jahres ein.

Eine Abstimmung und Ratifizierung innerhalb der vorgeschriebenen Frist war somit unmöglich. Dies könnte nun erst frühestens Mitte Januar geschehen, wenn der Bundestag nach seiner Weihnachtspause wieder den gewohnten Betrieb aufnimmt. Mit der Beschlussfassung ist somit vermutlich erst im Februar oder März zu rechnen. Es ist also wahrscheinlich, dass sich die Vereinheitlichung der Ladekabel hierzulande doch noch etwas verzögern könnte.

Quelle: Heise

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