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iOS 17.4: Apple gibt eine Verschlechterung zu

Das Update auf iOS 17.4 bringt zahlreiche Verbesserungen mit sich. Allerdings hat Apple nun bestätigt, dass sich auch eine Verschlechterung abzeichnen wird.

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Wird das das iPhone 15? // IMTEST

Sony und Apple sollen beim iPhone 15 gemeinsame Sache machen.

[Update]: Nach anfänglicher Unsicherheit darüber, ob die Maßnahme gegen Web-Apps beabsichtigt oder lediglich ein Fehler war, besteht nun Gewissheit: Apple hat in einem Update auf seiner Website bestätigt, dass die Änderung in iOS 17.4 absichtlich erfolgte. Als Begründung führt der Hersteller den Digital Markets Act (DMA) der EU an. Die Umsetzung neuer rechtlicher Vorgaben wäre technisch äußerst aufwendig und würde aufgrund einer zu geringen Nutzerbasis nicht rentabel sein.

Es folgt die ursprüngliche Nachricht:

Bei Apple steht das nächste größere Systemupdate für iPhones in den Startlöchern. Zu iOS 17.4 sind bereits einige neue Funktionen und Verbesserungen durchgesickert und sicher können sich Fans auf noch mehr freuen. Doch wie jetzt die Runde macht, werden sie zugleich auch eine neue Einschränkung hinnehmen müssen.

iOS 17.4: Progressive Web Apps nicht mehr wie früher nutzbar

Wie aus einem Bericht von Open Web Advocacy hervorgeht, gibt es eine neue Betaversion von iOS 17.4. Daraus geht hervor, dass man über eine spürbare Veränderung bei sogenannten Progressive Web Apps (PWA) informiert wurde. So heißen Webseiten, die wie native Apps aussehen und funktionieren. Diese können Fans auch auf dem Homescreen installieren und direkt von dort aus starten. Einen App Store kann man so umgehen.

Doch in der Vorabversion für das kommende Systemupdate geht das nicht mehr so einfach. Will ein Nutzer oder eine Nutzerin eine entsprechende Anwendung nutzen, öffnet sich jetzt nur noch der Safari-Browser. Statt also im eigens von der Web-App vorgesehenen Fenster zu starten, degradiert diese Änderung sie zu einfachen Webseiten-Shortcuts. Besonders interessant: Wie einige Fans bereits herausgefunden haben, gilt diese Einschränkung nur für die EU.

Eine Wahl wird einem nicht gelassen, entweder man öffnet Safari oder bricht den Vorgang ab. Im Browser sieht die Anwendung wie ein herkömmliches Webseiten-Lesezeichen aus, ohne eigenes Fenster, eigene Benachrichtigungen oder langfristigem lokalen Speicher. Es gibt schon Berichte darüber, dass dies zum Verlust von Daten verführt, wie MacRumors einordnet.

Übrigens: In der EU muss sich der iPhone-Macher demnächst aufgrund einer neuen Gesetzgebung öffnen. Das gibt Fans viel mehr Möglichkeiten – doch Apple hat einen anderen Plan.

Kontroverse Ursache könnte möglich sein

Über die genauen Gründe für diese Veränderung kann aktuell nur spekuliert werden. So ist ein simpler Programmierfehler denkbar, den man bei Apple schlichtweg übersehen hat. Schließlich würden PWAs nicht sehr häufig auf ihre Funktionalität getestet. Allerdings könnte auch der Digital Market Acts (DMA) der Europäischen Union eine Rolle spielen.

Mit diesem zwingt die EU die ganz großen Tech-Unternehmen wie Google, Meta oder eben Apple dazu, sich und ihre Ökosysteme für einen fairen Wettbewerb zu öffnen. Sollte die finale Version von iOS 17.4 die Verschlechterung von PWAs beinhalten, könnte dies ein Mittel sein, Nutzerinnen und Nutzer davon abzuhalten, alternative Angebote zu nutzen.

Es ist außerdem widersprüchlich zur früheren Haltung Apples. Zuvor haben die iPhone-Macher Entwicklern selbst vorgeschlagen, sich auf PWAs zu fokussieren, sollten sie nicht den Bestimmungen im App Store zustimmen. Doch Stand jetzt würden sie in einen Wettbewerbsnachteil geraten. Ein offizielles Statement von Apple gibt es dazu noch nicht. Vorerst bleibt auch abzuwarten, ob das Problem in der endgültigen Ausgabe von iOS 17.4 erhalten bleibt.

Quellen: MacRumors, Open Web Advocacy

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