Veröffentlicht inBusiness

Nebenkostenabrechnung: Fast jede ist falsch – achte auf diese 5 Fehler

Wusstest du, dass die jährliche Aufstellung deines Vermieters höchstwahrscheinlich zu viel Rückzahlung von dir verlangt?

© Getty Images/photoschmidt

Was genau ist eigentlich Wohngeld Plus?

Bis spätestens zum 31.Dezember 2023 muss die Nebenkostenabrechnung für das Jahr 2022 bei Mieterinnen und Mietern eingegangen sein. Ist es so weit, lohnt sich ein prüfender Blick. Denn laut Fachleuten sind ganze 90 Prozent um mehrere hundert Euro überhöht.

Nebenkostenabrechnung: Diese Fehler kosten dich Geld

Wie die Spezialist*innen von Mineko berichten, sollte man in Sachen Nebenkostenabrechnung unbedingt aufpassen. Im Schnitt verlangen Vermieter demnach nämlich rund 317 Euro zu viel an Nachzahlungen. Eine Prüfung kann deshalb nicht schaden, selbst wenn sie nachträglich erfolgt. Denn laut Paragraf 556 Absatz 3 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) hast du zwölf Monate Zeit für einen Widerspruch.

Wie Finanztip zusammengefasst hat, gibt es mindestens fünf Dinge, auf die du dabei achten solltest. Dabei handelt es sich um Posten, die dein Vermieter so nicht auf dich umlegen darf, weil sie zum Beispiel gar nicht im Vertrag stehen, oder du diese überhaupt nicht bezahlen musst. Aber auch falsche Berechnung kommen vor.

Lesetipp: Mann prüft Nebenkostenabrechnung mit Trick und kriegt 700 Euro wieder

Fehler #1: Der Verteilerschlüssel stimmt nicht

Um zu berechnen, welche Nebenkosten du tragen musst, ist ein sogenannter Verteilerschlüssel nötig. Das sind beispielsweise die Quadratmeter an Wohnfläche, die du zur Verfügung hast. Besagte Aufschlüsselung muss in der Nebenkostenabrechnung angegeben und vor allem korrekt sein.

Vergleiche als erstes, ob die entsprechenden Angaben mit jenen in deinem Mietvertrag übereinstimmen. Auch kannst du die Wohnung noch einmal nachmessen. Betriebskosten, die sich auf die Wohnfläche beziehen, dürfen nämlich auch nur nach den tatsächlichen Quadratmetern berechnet werden.

Lesetipp: Diese CO2-Kosten muss dein Vermieter tragen

Fehler #2: Der Abrechnungszeitraum stimmt nicht

Wer im vergangenen Jahr umgezogen ist, sollte den Abrechnungszeitraum im Blick behalten. Denn nur die Zeit, in der du auch wirklich in deiner Wohnung gewohnt hast, darf vom Vermieter berücksichtigt werden bei der Kostenaufstellung.

Fehler #3: Frist überschritten

Wurde dir deine Nebenkostenabrechnung nach mehr als zwölf Monaten nach Ablauf des Kalenderjahres zugestellt und du erhältst beispielsweise das Exemplar für 2021 erst 2023, dann musst du die geforderte Nachzahlung nicht leisten.

Fehler #4: Die veranschlagten Kosten sind unzulässig

Nicht alle Kosten, die Vermieter auflisten, müssen auch von der Mieterschaft getragen werden. Dazu zählen laut Finanztip zum Beispiel Aufwendungen für Reparaturen, Mietkosten für Rauchmelder oder Feuerlöscher, Bank- und Kontoführungsgebühren oder eine einmalige Dachrinnenreinigung. Hierbei handelt es sich um Kosten, die vom Vermieter selbst zu begleichen sind.

Lesetipp: Experte warnt vor höherer Miete durch das neue Heizungsgesetz

Fehler #5: Die Posten stehen nicht in deinem Mietvertrag

Alle Kostenpositionen, die in deiner Nebenkostenabrechnung aufgeführt sind, müssen sich so auch in deinem Mietvertrag wieder finden. Stimmen einzelne Posten in der Kostenaufstellung also nicht mit dem von dir beim Einzug unterzeichneten Dokument überein, kannst du das beanstanden. Ein solches Beispiel wäre der Aufzug. Fehlt dieser im Vertrag, findet sich aber unter den aufgeschlüsselten Kosten, musst du dafür laut den Expert*innen nicht zahlen.

Quellen: Mineko, Gesetze im Netz, Finanztip.de

Seit dem 24. Februar 2022 herrscht Krieg in der Ukraine. Hier kannst du den Betroffenen helfen.

Du willst mehr von uns lesen? Folge uns auf Google News.