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Notgroschen: Wer so viel Bargeld zu Hause hat, soll angeblich Strafe zahlen

Immer wieder hört man, dass es eine Obergrenze für den Notgroschen zu Hause geben soll. Ob diese wirklich existiert, wissen Expert*innen.

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Es ist immer eine gute Idee, einen Notgroschen zur Verfügung zu haben. In manchen Fällen sollen dafür aber konkrete und sogar gesetzliche Vorgaben herrschen, wie beispielsweise eine Obergrenze für Bargeld, das du zu Hause aufbewahrst. Wer sie überschreitet soll zudem mit einer Strafe rechnen müssen.

Notgroschen: Nur diese Bargeldgrenzen gibt es wirklich

Wie hoch dein Notgroschen sein sollte, lässt sich leicht beantworten. Die Frage danach, wie viel Geld zu Hause überhaupt erlaubt ist, ebenfalls. Denn die vermeintliche Beschränkung, die laut Gerüchten bei 10.000 Euro liegt, gibt es in Deutschland nicht. Dieser Irrtum rührt womöglich von anderen Bargeldgrenzen her, die in der Bundesrepublik festgesetzt sind.

Wie die Sparkasse erklärt, musst du dich beispielsweise an der besagten Limitierung orientieren, wenn es um Barzahlungen oder die Einzahlung von Bargeld geht. In beiden Fällen verlangt die Überschreitung eines Wertes von 10.000 Euro nach verschiedenen Maßnahmen.

Hintergrund sind EU-Richtlinien und neue Regeln der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Diese sorgen dafür, dass du bei zu hohen Barzahlungen deinen Ausweis vorzeigen musst und dessen Informationen durch den Händler aufgezeichnet und aufbewahrt werden. Zahlst du viel Geld ein, wird ein Herkunftsnachweis der Summe fällig.

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Ab dieser Höhe solltest du den Notgroschen verstecken

Wer dagegen viel zu Hause lagert, muss sich darüber keine Gedanken machen. Ganz sorgenfrei sollte der Notgroschen dennoch nicht verwahrt werden. Ist er nämlich für Einbrecher leicht zu finden, kann das schnell eine finanzielle Notsituation auslösen. Wie die Allianz erklärt, gibt es einige Orte, an denen Kriminelle zuerst suchen.

Schlechte Geldverstecke:

  1. Unter Matratze oder im Kopfkissen
  2. Zwischen Büchern
  3. In DVDs
  4. In der Schreibtischschublade
  5. Im Nachtkästchen
  6. In Kaffeedose oder Vase
  7. In der Spielesammlung
  8. Zwischen Kleidung
  9. Hinter Bildern
  10. Im Garten

Wer sicher gehen will, kann sich beispielsweise auf Amazon nach kreativen Geldverstecken umsehen. Aber auch in den eigenen vier Wänden finden sich sicherlich noch Orte, die auch einbrechenden Personen nicht sofort auffallen.

Aber Achtung: Ab einer Summe von 1.000 bis 2.000 Euro ist ein gutes Versteck notwendig. Denn wie unter anderem Die Versicherer berichten, liegt „die Höchstgrenze für Bargeld […] häufig bei 1.000 bis 2.000 Euro“. Wer den Notgroschen dagegen in einem Tresor lagert, der baulich mit dem Haus verbunden ist, ist meist durch höhere Grenzen abgedeckt.

Quellen: Sparkasse, Allianz, Die Versicherer

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