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Preis-Revolution für Elektroautos? Experte rechnet 2024 mit Durchbruch

Die Attraktivität von Elektroauto leidet derzeit vor allem unter ihren hohen Anschaffungskosten. Ab kommendem Jahr könnte sich daran aber etwas ändern.

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Elektroautos: Das machte die deutsche Industrie falsch

Für deutsche Autohersteller stellt der chinesische Elektroautomarkt eine echte Herausforderung dar!

Die Automobilindustrie erlebt mit der Einführung erschwinglicher Elektroautos einen bedeutenden Wandel. Wichtige Akteure wie Renault und Tesla führen ihn an und veröffentlichen nach und nach immer erschwinglichere Modelle, um die Fahrzeuge für eine breitere Masse zugänglich zu machen. Renaults Ankündigung eines Elektroautos unter 20.000 Euro und Teslas Vorstellung eines Kompaktmodells für unter 25.000 US-Dollar sind wichtige Meilensteine in diesem Trend.

Elektroautos von Renault, Tesla & Co.

Renaults Strategie, einen Stromer zu einem Preis unter 20.000 Euro anzubieten, ist ein mutiger Schritt, der die Norm der hochpreisigen Elektroautos, insbesondere der deutschen Hersteller, herausfordert. Er wird in der Branche als bahnbrechend angesehen und zwingt andere Automobilhersteller dazu, ihre Preisstrategien für neue Modelle zu überdenken.

Tesla stärkt weiterhin seine Position auf dem EV-Markt mit der Ankündigung eines neuen, erschwinglicheren Kompaktmodells. Dieser Schritt zielt nicht nur darauf ab, die Preise zu senken, sondern positioniert Tesla auch strategisch gegenüber der zunehmenden Konkurrenz, insbesondere aus dem aufstrebenden chinesischen EV-Markt.

Chinesische Automobilhersteller entwickeln sich zu ernstzunehmenden Konkurrenten und bieten Fahrzeuge an, die fortschrittliche Technologie mit Erschwinglichkeit verbinden. Dieser Trend stellt eine erhebliche Herausforderung für europäische Hersteller dar, die nun gezwungen sind, zu innovieren und ihre Preisstrategien anzupassen.

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„E-Mobilität schon heute die günstigste Form“

Für Stefan Bratzel, Professor an der Hochschule Bergisch Gladbach, sind all das Anzeichen eines klaren Trends. „Sehr viele Verbraucher werden von den Kaufpreisen noch abgeschreckt“, zitiert ihn die WirtschaftsWoche (WiWo). Die neuen Ankündigungen seien eine „Kampfansage […] vor allem an die eher hochpreisigen Modelle der deutschen Autohersteller“. Kommendes Jahr schon dürfte sich dieser Preis-Durchbruch bemerkbar machen.

Der Vorstoß hin zu erschwinglichen Elektroautos beschränke sich nicht auf Tesla und Renault. Andere Hersteller wie Fiat, BYD, Smart, Citroen, Ford, Ora und Hyundai kündigen ebenfalls ihren Einstieg in den Markt mit kosteneffektiven elektrischen Klein- und Kompaktwagen an. Diese Expansion schafft eine vielfältige Palette an Optionen für die Nutzenden und treibt die Branche in Richtung nachhaltiger Mobilität.

Wenngleich die Kaufpreise der Stromer meist über denen ihrer Verbrenner-Pendants liegt, rentieren sie sich doch auf lange Sicht. Das bestätigt der WiWo gegenüber auch Marcus Scholz, Chef des Aachener Ladeinfrastruktur-Start-ups Elexon: „Betrachtet man die so genannte Total Cost of Ownership, also die Kosten inklusive Sprit, Versicherung, Wartung, Abschreibung auf den Wertverlust und Steuern, ist die E-Mobilität schon heute für viele Firmenwagen die günstigste Form der Fahrzeugmobilität.“

Quelle: WirtschaftsWoche

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