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Schneller zum eigenen Elektroauto: So soll es funktionieren

Ein deutsches Startup verspricht Kunden, schnell und günstig zum eigenen Elektroauto zu kommen. Dazu wandelt man deinen Benziner in einen Stromer um.

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Es gibt viele gute Gründe, die für ein Elektroauto sprechen; allen voran die höhere Nachhaltigkeit. Doch für viele potentielle Kundinnen und Kunden liegen die umweltschonenden Stromer preislich außerhalb der Möglichkeiten. Das Unternehmen e-Revolt möchte dem entgegenwirken. Man hat eine Methode entwickelt, benzinbetriebene Fahrzeuge schneller und kostensparend in Elektrische umzuwandeln.

So wird aus deinem Benziner ein Elektroauto

Ganz neu ist die Idee, mit fossilen Brennstoffen betriebene Fahrzeuge in Elektrische umzuwandeln, nicht. So werden zurzeit schon Oldtimer durch einen solchen Umbau umweltschonender gestaltet. Doch der Transformationsprozess ist aufwendig und langwierig. Für gewöhnlich sind zwei Wochen bis sechs Monate hierfür einzuplanen.

Wie jedoch zwei Vertreter von e-Revolt im Gespräch mit EuroNews bekanntgaben, hat ihr Unternehmen eine neuartige Methode entwickelt, um den Prozess deutlich effizienter zu gestalten. „Wir nehmen den Verbrennungsmotor heraus und haben einen Rahmen, der die alten Punkte des Motors nutzt“, erläutert Timo Walden. Er ist Projektleiter des in Dachau, Bayern beheimateten Startups.

So könne man einfach nur den Motor gegen den neuen Rahmen und die Komponenten austauschen. Das verleihe dem Umbauprozess eine bahnbrechende Geschwindigkeit, die den Markt für Elektroautos revolutionieren könnte.

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Schnell und günstig zum E-Auto

Mit seiner Methodik verspricht e-Revolt seinen Kundinnen und Kunden eine Umrüstung in lediglich acht Stunden. Die Kosten hierfür belaufen sich auf 12.000 bis 15.000 Euro. Zum Vergleich: Einer diesjährigen Studie des Center of Automative Managments zufolge liegt der mittlere Einstiegspreis für einen elektrischen Neuwagen bei über 48.000 Euro.

Diese im Vergleich zum Neukauf eines Elektroautos große Kostenersparnis macht einen Umbau des alten Benzinautos in ein E-Auto vor allem für all jene interessant, die bisher aufgrund des hohen Preisunterschieds nicht auf die umweltschonendere Variante zurückgreifen wollten oder konnten. Dabei sollen die umgebauten Neu-Stromer laut eigenen Angaben des Unternehmens eine Reichweite von 250 bis 300 Kilometern mit einer einzigen Ladung haben.

Individuelle Lösungen für eine Vielzahl an Modellen

Flexibilität ist für e-Revolt das A und O. Das Startup ist darauf eingestellt, bis zu 42 Modelle einiger der größten Autohersteller umzuwandeln. Dazu zählen beispielsweise der VW Golf, der Audi A3 oder der Seat Leon.

Doch auch andere Benziner-Modelle will man zum Elektroauto umrüsten können, erzählt Rolf Behling. „Es gibt keine einheitliche Lösung, die für bestimmte Fahrzeuge oder eine Gruppe von Fahrzeugen funktioniert,“ erklärt der Geschäftsführer und technischer Leiter bei e-Revolt. „Wenn man ein neues Fahrzeug hat, muss man sich wieder überlegen, was man ändern muss.“

Pläne für die Zukunft

Der Nutzen des Angebotes von e-Revolt liegt auf der Hand, vermittelt man gegenüber EuroNews. In Zeiten erhöhter Nachfrage nach Elektroautos soll die Umwandlung helfen, Ressourcen zu sparen. Denn anstatt auf dem Schrottplatz zu landen, können alte Benziner so ein neues Leben als E-Auto finden.

Um dieses Ziel zu verwirklichen, hofft man bei e-Revolt in Zukunft eng mit Autoherstellern zu kooperieren. „Ich denke, es gibt einen Weg, wie wir in Zukunft vielleicht zusammenarbeiten können, weil die Unternehmen wissen, dass die wirkliche Lösung nicht darin besteht, das Auto jedes Mal wegzuwerfen“, gibt Walden zum Besten. Durch ausgebaute Kreislaufwirtschaft erhofft man sich mehr Nachhaltigkeit im Autosektor zu erzielen.

Quelle: EuroNews, Center of Automative Managment

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