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Elektroautos statt Verbrenner: Hier zieht BMW einen klaren Schlussstrich

Auch BMW muss sich nach und nach auf die umfangreiche Verkehrswende einstellen. Damit gehen an einigen Standorten wesentliche Umstrukturierungen einher.

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Die BMW Group hat ein ehrgeiziges Projekt gestartet, um ihr Münchner Werk bis 2027 ausschließlich in ein Zentrum für die Produktion von Elektroautos umzuwandeln. Damit positioniert der Konzern sein Stammwerk als das erste innerhalb seines globalen Produktionsnetzwerks, das er vollständig auf E-Mobilität umstellen will.

Elektroautos: München macht den Anfang

Um diese Transformation zu ermöglichen, investiert BMW 650 Millionen Euro. Diese Investition zielt darauf ab, die langfristige Lebensfähigkeit des Standorts zu sichern und umfasst die Entwicklung neuer Einrichtungen wie Fahrzeugmontage, Logistikflächen und eine moderne Karosseriewerkstatt. „Das Werk München ist ein exzellentes Beispiel für unsere Wandlungsfähigkeit“, zitiert Kloepfel Consulting Milan Nedeljković, Produktionsvorstand der BMW AG.

Die traditionelle Motorenproduktion soll künftig im britischen Hams Hall und im österreichischen Steyr stattfinden. Dieser Schritt führte zur Umschulung von etwa 1.200 Mitarbeiter*innen hi zu Elektroautos am Münchner Standort. Sie schulte man für neue Produktionsaufgaben oder wies sie anderen BMW-Produktionsstandorten zu.

In einem bemerkenswerten Kunststück wird die Überarbeitung des Münchner Werks durchgeführt, ohne den aktuellen Produktionsbetrieb zu unterbrechen. Trotz der laufenden Umstrukturierung hält die Einrichtung ihre Produktion aufrecht und fertigt täglich nahezu 1.000 Fahrzeuge.

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BMW setzt neue Standards

Doch geht die umfassende Reorganisation des Münchner Stammwerks über bloße technologische Aufrüstungen hinaus. Sie symbolisiere, so Kloepfel, ein langfristiges Engagement für den Standort München und sichere dessen Zukunft in der Automobilindustrie.

Darüber hinaus repräsentiere sie eine bedeutende Investition in die industrielle Landschaft Bayerns und bekräftigt BMWs Rolle als wichtiger Akteur in der regionalen Wirtschaft.

Quelle: Kloepfel Consulting

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