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Grüne Fassade bröckelt: Das ist Teslas giftiges Geheimnis

Tesla hat über einen nicht näher definierten Zeitraum hinweg giftige Abfälle rechtswidrig beseitigt. Bislang wurde dies zunächst in Kalifornien geahndet.

Schnellladestation von Tesla
© Anselm - stock.adobe.com

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Die Staatsanwaltschaft San Francisco hat eine rechtliche Einigung mit Tesla bekanntgegeben. Der Hersteller von Elektroautos muss 1,5 Millionen Dollar zahlen, weil er gefährliche Abfälle illegal entsorgt hat. Die Untersuchung begann bereits 2018 mit verdeckten Inspektionen in Tesla-Servicezentren, die die Entsorgung von giftigem Abfall aufdeckten.

Tesla entsorgte illegal Giftmüll

Die Staatsanwaltschaft reichte die Beschwerde im Bezirk San Joaquin ein und warf Tesla vor, gegen die kalifornischen Gesetze zur Gefahrenstoffentsorgung verstoßen zu haben. Das Unternehmen betreibt 57 Autoservicezentren und 18 Solarenergieanlagen in Kalifornien sowie seine Fabrik in Fremont. Das Inspektionsteam fand mitunter Müllcontainer voll mit gefährlichen Automobilkomponenten wie Batterien, Aerosolen und kontaminiertem Schutt.

Die Entdeckung führte zu weiteren Inspektionen im ganzen Staat, die ähnliche rechtswidrige Entsorgungen an anderen Standorten des Konzerns aufdeckten. Nach Bekanntwerden der ersten Fälle zeigte sich das Unternehmen offenbar kooperativ und begann damit, Müll zu screenen und zu quarantänisieren, um sicherzustellen, dass gefährlicher Abfall nicht auf Mülldeponien gelangt.

Als Teil der Einigung stimmte Tesla zu, 1,3 Millionen Dollar an Zivilstrafen und 200.000 Dollar zur Deckung der Untersuchungskosten zu zahlen, heißt es in einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft San Francisco. Die Einigung verpflichtet Tesla auch, einer detaillierten Unterlassungsanordnung für fünf Jahre zu folgen. Das beinhaltet Schulungen für Mitarbeitende zum Abfallmanagement und jährliche Abfallaudits in zehn Prozent seiner Einrichtungen.

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„Viele schädliche Abfallströme“

„Elektrofahrzeuge mögen zwar der Umwelt zugute kommen, aber bei der Herstellung und Wartung dieser Fahrzeuge entstehen immer noch viele schädliche Abfallströme“, sagte Staatsanwältin Brooke Jenkins. „Der heutige Vergleich gegen Tesla, Inc. dient dazu, eine sauberere Umwelt für die Bürger im ganzen Bundesstaat zu schaffen, indem die Verschmutzung unserer wertvollen natürlichen Ressourcen verhindert wird, wenn gefährliche Abfälle unsachgemäß gehandhabt und unrechtmäßig entsorgt werden.“

Sie sei stolz darauf, mit unseren Partnern in der Staatsanwaltschaft zusammenzuarbeiten, um die kalifornischen Umweltgesetze durchzusetzen. Vor allem aber gelte es, auch in Zukunft „sicherzustellen, dass mit diesen gefährlichen Abfällen ordnungsgemäß umgegangen wird“.

Quellen: San Francisco District Attorney

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