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Sonnenbrille beim Fahren: Wer das tut, zahlt 25 Euro Strafe

Hast du beim Fahren eine Sonnenbrille dabei, achte darauf, was du damit tust. In einem Fall kann sie nämlich unangenehm teuer werden.

Mann am Lenkrad hält Sonnenbrille in der Hand
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Wer sich nicht auf die Blenden im Auto verlassen möchte, fährt im Sommer mit Sonnenbrille. Es ist die einfachste Art, das eigene Sichtfeld zu erhalten und aufgrund der Helligkeit nicht die Augen zusammenkneifen zu müssen. Damit einher geht bie falschen Anwendung allerdings auch ein Bußgeld.

Sonnenbrille im Auto: Das ist verboten

Ganz generell ist es natürlich erlaubt, beim Fahren eine Sonnenbrille zu tragen. Sie muss nur dafür geeignet sein und beispielsweise eine uneingeschränkte Sicht garantieren. Dafür gibt es konkrete Richtlinien und Vorschriften, an die sich Fahrerinnen und Fahrer halten müssen.

Dazu gehört, dass sie eine maximale Tönung der Kategorie 3, also eine Lichtdurchlässigkeit von acht bis 18 Prozent aufweist. Liegt eine Sehschwäche vor, muss die Sonnenbrille die entsprechende Stärke besitzen. Ist die Brille nicht für die Autofahrt geeignet, droht dir laut Bußgeldkatalog eine Strafe von 10 Euro. Bei fehlender Stärke sogar sind es sogar 25 Euro oder höhere Strafen, weil du damit gegen die Auflagen zum Führen eines Kraftfahrzeugs verstößt.

Ganz generell gilt es beim Fahren immer auf die folgenden Kriterien für eine Sonnenbrille zu achten:

  1. Blendreduzierung: Polarisierte Linsen sind ideal für das Fahren, da sie Blendeffekte von reflektierenden Oberflächen wie nassen Straßen, anderen Fahrzeugen oder Wasser reduzieren können.
  2. Tönungsgrad: Die Tönung der Gläser sollte nicht zu dunkel sein, um eine gute Sicht zu gewährleisten, besonders bei wechselnden Lichtverhältnissen oder beim Fahren in Tunneln. In der EU gibt es Tönungskategorien von 0 bis 4. Für Autofahrer sind Brillen der Kategorien 0 bis 3 geeignet, wobei Kategorie 0 sehr wenig Licht absorbiert und Kategorie 3 bis zu 82 Prozent Lichtabsorption bietet. Brillen der Kategorie 4 sind für das Autofahren zu dunkel und daher nicht geeignet.
  3. Farbwiedergabe: Die Gläser sollten die Farben nicht zu stark verfälschen, da dies die Erkennung von Verkehrssignalen und -hinweisen beeinträchtigen kann.
  4. Rahmendesign und Passform: Der Rahmen sollte nicht zu breite oder dicke Bügel haben, da diese die periphere Sicht einschränken können. Die Brille sollte gut sitzen, ohne zu rutschen oder zu drücken, um Ablenkungen zu vermeiden.
  5. Qualität der Linsen: Verzerrungsfreie und hochwertige Linsen sind wichtig, um eine klare Sicht ohne Verzerrungen oder Unschärfen zu gewährleisten.
  6. Einhaltung von Standards: In vielen Ländern gibt es spezifische Normen, die die Sicherheitskriterien für Sonnenbrillen festlegen. In der EU sollten Sonnenbrillen beispielsweise die Norm EN ISO 12312-1 erfüllen.

Achtung, Brandgefahr durch Sonnenbrillen im Auto

Hier hören die Probleme aber übrigens noch nicht auf, wie unter anderem die Feuerwehr bestätigt. Das größte Problem entsteht nämlich nicht unbedingt beim Tragen des Sonnenschutzes. Vielmehr gilt es darauf zu achten, die Sonnenbrille nicht auf dem Armaturenbrett liegen zu lassen.

Das postete beispielsweise der Nottinghamshire Fire and Rescue Service im vergangenen Jahr auf X (ehemals Twitter): „Die Sonne war stark, aber Vorsicht, sie kann Brände verursachen ⚠️ Vor kurzem haben wir einen Brand beobachtet, der durch eine auf dem Armaturenbrett liegen gelassene Sonnenbrille verursacht wurde. Achten Sie darauf, dass Sie reflektierende Gegenstände aus dem direkten Sonnenlicht fernhalten.“

Warnung der Feuerwehr:

An dieser Stelle befindet sich ein externer Inhalt von Twitter, der von unserer Redaktion empfohlen wird. Er ergänzt den Artikel und kann mit einem Klick angezeigt und wieder ausgeblendet werden.

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Sonnenbrille und Brennglaseffekt

In dem Post zu sehen, ist die Frontscheibe eines Wagens, in die sich ein riesiges Loch eingebrannt hat. Ursache für den Brand, der auch Armaturenbrett und Lenkrad stark mitgenommen hat, war der sogenannte Brennglaseffekt, wie Efahrer berichtet. Dabei wird das Sonnenlicht durch die gewölbte Linse der Sonnenbrille im Auto eingefangen und an einem Punkt gebündelt. Das Objekt, das diesem Licht dann ausgesetzt ist, erhitzt sich so stark, dass es in Brand geraten kann.

Am Ende können dadurch sowohl dein Fahrzeug also auch die Umgebung enormen Schaden nehmen. Breitet sich das Feuer aus, siehst du dich dann vielleicht nicht mehr nur der Feuerwehr, sondern auch der Polizei gegenüber.

Quellen: Bußgeldkatalog, X/@nottsfire, Efahrer, eigene Recherche

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Dieser Artikel wurde mit maschineller Unterstützung (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.

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