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Experten rechnen nach: So viel zahlst du beim Tanken zu viel

Ja, tanken wird immer teurer. Aber zahlt man in Deutschland bereits zu viel? Expertinnen und Experten kamen zu diesem Ergebnis.

tanken an der tankstelle
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Großer Autofehler: Deshalb solltest du deinen Tank nie leer fahren

In diesem Video beleuchten wir, warum es ein großer Fehler ist, Ihr Auto mit leerem Tank zu fahren. Trotz hoher Benzinpreise und gelegentlichem Zeitverlust sollten Sie das Tanken nicht zu weit hinauszögern.

Fährt man ein Auto mit Diesel- oder Benzinmotor kommt man um eines nicht herum: tanken. Dabei sind die Preise stets Schwankungen unterlegen, die sich nach den Kraftstoffpreisen auf der ganzen Welt richten. Doch wie viel Profit heimsen eigentlich Händler und Tankstellen ein? Zahlen wir zu viel?

Laut ADAC: Deshalb wird Tanken immer teurer

Der Ukraine-Krieg hat die Spritpreise in die Höhe treiben lassen. Die Spannungen mit Russland machten sich nämlich auch auf diesem Markt bemerkbar. Neue Verträge mit anderen Zulieferern mussten ausgehandelt werden. Zu dieser Zeit zahlte man leichtfertig zwei Euro pro Liter Benzin, Diesel war teils sogar teurer.

Allmählich haben sich die Preise stabilisiert, doch sind immer noch auf einem hohen Niveau. Zum Vergleich: Während man heute im Schnitt 1,86 Euro pro Liter Benzin zahlt, kostete der Super E10-Kraftstoff 2019 noch 1,40 Euro den Liter (via ADAC). Grundlegend steigt der Benzin- und Dieselpreis seit den 2000er Jahren kontinuierlich an.

Gründe dafür sind neben aktuellen politischen Ereignissen auch die Versteuerung der Kraftstoffe und Rohölnotierungen auf der ganzen Welt. Doch die Expertinnen und Experten des Automobilclubs sehen auch das Geschäft mit der flüssigen Kostbarkeit als Problemursache: „Kraftstoffpreise sind Marktpreise. Letzten Endes entscheidet der Wettbewerb über die Höhe des konkreten Preises an der Tankstelle.“

So viel solltest du wirklich zahlen

Und dieser Wettbewerb, der weit vor der Zapfsäule direkt bei den Sprit-Konzernen beginnt, wirkt sich eins zu eins auf die Verbraucher*innen aus. Die Hochrechnung vom ADAC ergab, dass du knapp 10 Cent pro Liter zu viel zahlst. Bei denjenigen, die das Geld letztendlich einheimsen, ist das ein blanker Zusatzgewinn und keine Notwendigkeit, um die bisherige Marge zu halten. Dein Beitrag lande also direkt bei den Mineralölkonzernen.

„Man merkt schon, dass da ein bisschen an der Preisspirale mit gedreht wird“, gibt ein ADAC-Sprecher gegenüber der Berliner Zeitung zu bedenken (Paywall, via giga). Es sei klar zu beobachten, dass die Preise morgens teurer ausfallen als abends. So als würde man sich an dem Rhythmus der Pendlerinnen und Pendler orientieren. „Ich kann Verbrauchern nur raten, eher abends zu tanken“, empfiehlt der Experte daher.

Sollte das aufgrund deines Tagesablaufs keine Option sein oder willst du schlichtweg noch günstiger tanken, empfehlen wir dir diese Tank-Apps. Diese zeigen immer den günstigsten Preis in deiner Umgebung an. Schließlich stehen auch die verschiedenen Tankstellen an sich in einem immer währenden Wettbewerb. Und auch wenige Cent pro Liter können sich am Ende bezahlt machen.

Quelle: ADAC, Berliner Zeitung via giga

Seit dem 24. Februar 2022 herrscht Krieg in der Ukraine. Hier kannst du den Betroffenen helfen.

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