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Im Auto die Füße hochlegen: Warum du diese Sitzpositionen unbedingt vermeiden solltest

Im Auto als Beifahrer die Füße hochlegen kann schnell ein gefährliches Ende zur Folge haben. Erfahre hier alles über die Risiken, Strafen und die richtige Sitzposition.

Füße hochlegen im Auto
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Wer kennt es nicht: Du bist auf einer langen Autofahrt der Beifahrer, die Pausen an den Raststätten rücken in immer weiter scheinende Ferne und im Radio läuft zum dutzendsten Mal „I’m Gonna Be“ von den Proclaimers. Auf der Suche nach etwas Entspannung legst du deine Füße auf das Armaturenbrett oder lässt sie aus dem Fenster des Autos baumeln. Warum das nicht nur eine schlechte Idee ist, sondern auch diverse Gefahren mit sich bringt und im schlimmsten Fall sogar tödlich enden kann, erfährst du hier. Außerdem verraten wir dir alles zur richtigen Sitzposition im Auto.

Im Auto als Beifahrer die Füße hochlegen: Warum du damit sogar dein Leben gefährdest

Vor allem in der Urlaubssaison verreisen viele Familien mit dem Auto. Auf der Suche nach einer Möglichkeit, den bereits völlig zusammengestauchten Rücken kurz zu entlasten oder einfach mal eine andere Sitzposition einzunehmen, legen viele Beifahrer, aber vor allem auch häufig Kinder im Auto ihre Beine hoch. Im Ernstfall mit fatalen Folgen.

Bei einem Unfall kann dies nämlich noch bösere Konsequenzen mit sich bringen als ohnehin schon. Glücklicherweise verrät Experte Andreas Hölzel vom ADAC gegenüber den Kollegen vom SWR3, wie du im Auto richtig sitzen musst, um Risiken zu reduzieren, die dabei entstehen.

Vor allem von den Füßen auf dem Armaturenbrett rät er dringlichst ab. Der Grund ist so simpel wie nachvollziehbar: Bei einem Unfall kann sich der Airbag nicht richtig entfalten und bringt das Handschuhfach förmlich zum Platzen. Dies hat eine überraschende, aber wuchtvolle Krafteinwirkung auf deine Beine zur Folge, die fast schon von selbst in die Höhe geschleudert.

Bei den Crash-Tests des ADAC hat es die Beine der Dummys frontal durch die Windschutzscheibe gepresst, aber auch schwere Kopfverletzungen können die schmerzhafte Folge sein. Im schlimmsten Fall brichst du dir nicht nur die Nase, sondern sogar noch den gesamten Schädel – unangenehme Gehirnerschütterungen inklusive. Je nachdem, wie dein Sitz eingestellt ist, können aber auch schwerwiegende Brüche im Hüft- und Beckenbereich die Konsequenz sein.

Zertrümmerte Gliedmaßen oder gar Querschnittslähmung: Bleibe in der Vertikalen

Auch, wenn du nur die Rückenlehne deines Sitzes etwas nachhinten verstellst, um eine angenehm waagerechte Position einzunehmen, in der du vielleicht sogar ein müdes Auge zubekommst, kann es gefährlich werden.

Kommt es zu einem Unfall, rettet dich dein Sicherheitsgurt in dem Szenario leider auch nicht mehr: Der diagonal angelegte Gurt liegt nicht eng am Körper, während der Gurt um dein Becken dich nicht allein halten kann. Du rutschst im schlechtesten Fall unter dem Gurt hindurch und wirst im Fußraum zusammengedrückt.

Als mögliche gesundheitliche Folgen steht mit gebrochenen Beinen noch fast die harmloseste Möglichkeit im Raum. Im schlimmsten Fall brichst du dir sogar den gesamten Becken- und Hüftbereich, erleidest innere Verletzungen deiner Organe oder bist letzten Endes sogar querschnittsgelähmt. Hier kann es, ähnlich wie im ersten von uns beschriebenen Szenario, also unter Umständen gar lebensgefährlich werden.

Strafen für die falsche Sitzposition: Welches Bußgeld erwartet dich?

Während du in Deutschland schon für viele, vermeintlich kleinere Vergehen, ein hohes Bußgeld zu befürchten hast, stehen dir keine Konsequenzen bevor, wenn du im Auto die Füße hochlegst. Der einzige Fall, in dem du um dein Portemonnaie fürchten musst, ist, wenn des tatsächlich zu einem dir schädigenden Unfall kommt.

Passend dazu: Bußgeld: 5 der skurrilsten Strafen, die es in Deutschland gibt

Wegen „unsachgemäßer“ Sitzpositionen zahlt deine Versicherung im Ernstfall nämlich möglicherweise nicht die volle Summe. Doch auch ADAC-Experte Hölzel erklärt folgerichtig, dass es nicht immer vom Gesetzgeber vorgeschriebene Verbote geben muss, sondern manchmal einfach ein gesunder Menschenverstand ausreicht, um Gefahren zu erkennen – und so derartige Risiken zu vermeiden.

Die richtige Sitzpositon für Fahrer und Beifahrer

Willst du wissen, wie du im Auto richtig sitzt, verraten wir dies natürlich ebenfalls. Dabei spielt es nur eine untergeordnete Rolle, ob du der Fahrer bist, denn ein paar grundlegende Tipps sollten alle Insassen beherzigen.

Zunächst solltest du für eine angemessene Sitzhöhe, mit der du aus der Frontscheibe bestens erkennst, was vor dir auf der Fahrbahn liegt, einnehmen. Deine Augen sollten dabei ungefähr auf halber Höhe der Scheibe liegen. Auch die richtige Neigung kann entscheidend sein, denn liegen deine Kniekehlen beispielsweise direkt auf der Sitzkante, zirkuliert das Blut in deinen Beinen womöglich nicht ausreichend. Einschlafende Gliedmaßen sind die Folge.

Auch der richtige Sitzabstand zum Lenkrad oder dem Armaturenbrett, ebenso wie eine Lehne, die deinen Armen zwar ausreichend Spielraum lässt, sie aber auch nicht zwingt, sich vollständig auszustrecken, ist ratsam.

Die Kopfstütze hingegen sollte mit ihrer oberen Kante auf einer Linie mit deinem Kopf eingestellt sein. Andernfalls kann es gefährlich werden, sollte dein Kopf über der Stütze liegen. Probiere zudem, deinen Schwerpunkt in Richtung der Rückenlehne zu verlagern, so dass Rücken und Oberkörper immer optimal gestützt werden können.

Quellen: eigene Recherche, ADAC / Andreas Hölzel via SWR3

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