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Fußbodenheizung: So findest du die richtige Trittschalldämmung

In manchen Wohnungen und Häusern in Deutschland ist die Trittschalldämmung unter der Fußbodenheizung bereits Pflicht. In jedem Fall aber lohnt sich der Einbau.

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Wer eine Trittschalldämmung für die Fußbodenheizung besitzt, kann sich glücklich schätzen. Das nützliche Gadget bügelt einen großen Fehler der Flächenheizung aus, aber es gibt viele unterschiedliche Möglichkeiten, um es einbauen zu lassen.

Trittschalldämmung für die Fußbodenheizung: Deswegen brauchst du sie

An der Flächenheizung ist vieles anders als an einer üblichen Wandkörperheizung. So benötigt diese zum Teil völlig andere Bauteile und funktioniert mitunter komplizierter. Ein Bauteil, das eine Wandheizung nicht braucht, ist die Trittschalldämmung, die nur bei der Fußbodenheizung nötig ist.

Allgemein ist der Sinn der Dämmung leicht aus dem Wortsinn zu erschließen. So dämpft sie den lauten Hall von Schritten, die gerade auf einer frisch verlegten Flächenheizung im Boden laut sein können. Darüber hinaus hat die Dämmung weitere positive Nebeneffekte, sie kann zum Beispiel leichte Unebenheiten im Boden ausgleichen, wie Bruderus.de beschreibt. Außerdem soll sie dem Boden mehr Stabilität geben, besonders, wenn dieser aus Fertigbauteilen verlegt wurde.

Lesetipp: Fußbodenheizung spülen: So machst du es selber

Das solltest du an der Trittschalldämmung beachten

Das Problem bei den zahlreichen Vorteilen der Trittschalldämmung ist ihre Wirkung auf die Heizleistung der Fußbodenheizung. So kann die zusätzliche Schicht, die den Boden bedeckt und die damit von den Leitungen mit beheizt werden muss, zu höheren Kosten führen. Denn dadurch, dass mehr Raum erwärmt werden muss, muss der Heizkörper auch heißeres Wasser in die Leitungen einspeisen. Das sollte sich in der Rechnung bemerkbar machen.

Hinweis: Die Trittschalldämmung ist bei modernen Häusern allerdings Pflicht, wie Hamburg.de schreibt. Du kommst um ihre positiven wie negativen Effekte also gar nicht herum.

Ein anderer Nachteil ist auch der Einfluss der Heizung auf die Dämmung. So kann das Material des Schutzes durch die erhöhte Heizleistung in seltenen Fällen beschädigt werden, was wiederum die Wirkung der Trittschalldämmung verringert. Es sollte also immer ein Ausgleich zwischen Schallschutz und Durchlässigkeit für Wärme gefunden werden.

Welche Trittschalldämmung ist die Richtige für meine Fußbodenheizung?

Deswegen gibt es grundsätzlich zwei Varianten der Trittschalldämmung für die Fußbodenheizung. Dazu kommen verschiedene Materialien, die genutzt werden können, bei allen ist der zentrale Wert der „Wärmedurchlasswiderstand“, wie Energie-Experten.org erklärt.

Wärme- und Trittschalldämmung unter der Heizung

Eine Möglichkeit ist es demnach, direkt die Wärme- und Trittschalldämmung zu kombinieren. In diesem Fall müssen die nötigen Schichten noch direkt unter der Fußbodenheizung verlegt werden.

Achtung: Mit dem Verlegen der Dämmschichten erhöht sich auch die „Aufbauhöhe“ der Fußbodenheizung. Ab einer gewissen Höhe muss darauf geachtet werden, dass die Türen im Haus noch richtig öffnen und schließen.

Hier kannst du anstatt der für die reine Wärmedämmung üblichen Polystyrol-Hartschaumplatten weichere Varianten einbauen lassen, womit der nötige Schalldämmungseffekt erzielt wird. Die Hartschaumplatten können auch entsprechend behandelt werden, ansonsten sind auch Mineralfaserplatten möglich.

Dämmung über der Heizung

Vielleicht ist aber die Fußbodenheizung bereits verbaut, und die Trittschalldämmung muss oder soll noch nachträglich eingerichtet werden. In dem Fall ist es sinnvoller, sie über der Heizung einzubauen. Nun tritt aber das oben benannte Problem ein: Manche Materialien der Schalldämmung dämmen auch Wärme. Das ist unerheblich, wenn die Dämmung sich unter der Heizung befindet, ist sie aber darüber, mindert es die Leistung der Heizleitungen.

Hier eignen sich laut Energie-Experten.de verschiedene Materialien. Sie haben unterschiedliche Werte für den Wärmedurchlasswiderstand (Die Einheit dafür ist „m2K/W“) , dämmen den Schall aber auch unterschiedlich stark. Der Widerstand für die Wärme der Fußbodenheizung sollte dabei nicht größer als 0,15 m2K/W sein.

  • PE-Folie: 0,01 bis 0,063 m2K/W
  • Polystyrol-Hartschaum: 0,23 m2K/W
  • Kork: 0,042 m2K/W
  • Holzfaser: 0,11 m2K/W
  • Hanffilz: 0,047 m2K/W

An der Übersicht lässt sich erkennen, dass Hartschaumplatten und Holzfaser den höchsten Widerstand leisten, zugleich dämmt aber gerade Holzfaser den Schall auch am besten. In jedem Fall musst du also eine Abwägungsentscheidung treffen, welches Material das Richtige für dich ist.

Tipp: Wenn dir einfache Lösungen lieber sind und du keine professionelle Trittschalldämmung in der Fußbodenheizung verbauen musst, kannst du auch einfach einen Teppich verlegen.

Quellen: Energie-Experten.org, Hamburg.de, Bruderus.de

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