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Warmwasserkosten bei Wärmepumpen: Experte verrät, wie du sparen könntest

Hohe Warmwasserkosten belasten viele deutsche Haushalte schwer, auch jene mit Wärmepumpen. Ein Fachmann verrät, wie er seine Ausgaben mehr als halbieren konnte.

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So einfach geht Wassersparen / IMTEST

Die Energiekosten steigen, aber mit einigen einfachen Tricks kann man Ausgaben für Benzin, Strom und Wasser senken.

Es gibt viele gute Gründe, die für eine Wärmepumpe in den eigenen vier Wänden sprechen. Die Angst vor dadurch steigenden Warmwasserkosten jedoch dürfte so einige von der Investition abhalten. Auch Wissenschaftler und YouTuber Andreas Schmitz machte zuerst negative Erfahrungen. Doch dann fand er einen simplen Trick, mit dem er seine Ausgaben mehr als halbieren konnte.

Warmwasserkosten gestiegen nach Einbau einer Wärmepumpe

Auf seinem YouTube-Kanal berichtet Schmitz, ein studierter Informatiker und Maschinenbauer mit einem Doktor im Ingenieurswesen, dass er sich vor einem Jahr entschied, seine alte Ölheizung in den Ruhestand zu schicken. Als Ersatz wählte er ein neues Heizsystem, zu dem unter anderem eine Brauchwasserwärmepumpe (BWWP) gehört. Bei einer BWWP handelt es sich um ein Gerät, das Umgebungsluft nutzt, um Wasser zu erhitzen.

Das klingt energieeffizient, doch zumindest im Hause Schmitz trat schnell das Gegenteil ein. Geschockt musste der Experte feststellen, dass seine BWWP jeden Tag rund 6,5 Kilowattstunden (kWh) Energie verbraucht. Zum Vergleich: Ein kompletter Zwei-Personen-Haushalt verbraucht täglich im Schnitt 5,5 kWh, ergab eine Untersuchung der GASAG aus dem Jahr 2022.

Dass so langfristig auch die Warmwasserkosten ins Unermessliche steigen dürften, ist klar. Also griff Schmitz zu seiner Wärmebildkamera, um mögliche Schadstellen ausfindig zu machen. Tatsächlich konnte er die Ursache rasch finden. Wie sich herausstellte, lag es an der Zirkulationsleitung seiner Wärmepumpe.

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Teures Problem, smarte Lösung

Die Zirkulationsleitung ist eine Ringleitung, die Warmwasser von seiner Entnahmestelle, zum Beispiel der Dusche, zum Warmwasserspeicher zurückführt. Dabei zirkuliert das Wasser in den Rohren, sodass es bei der Entnahme gleich eine angenehm warme Temperatur hat. Nachteilig an diesem Prozess ist jedoch, dass über die Rohrleitungen ständig Wärme abgegeben wird. Das kann, wie Schmitz herausfand, auf Dauer ganz schön ins Geld gehen.

Erschwerend hinzu kam, dass bei Schmitz‘ BWWP die Zirkulation nicht von einer Pumpe geregelt war, sondern durch die Dichteänderung des Wassers durch Erwärmen. Entsprechend einfach fiel es dem YouTuber daher, sein Problem zu beheben.

In die Zirkulationsleitung baute er nun eine Pumpe und ein Magnetventil ein. Über ein smartes Thermostat schloss er diese gleich an sein Smart-Home-Netzwerk an. So etwa kann Schmitz bevor er duschen geht, die Warmwasserzirkulation per Sprachbefehl starten. Das hat den Vorteil, dass er das Wasser in den Rohren nicht mehr laufen lassen muss, bis es eine angenehme Temperatur erreicht hat.

500 Euro Warmwasserkosten gespart

Der größte Nutzen des Umbaus zeigt sich jedoch im Finanziellen, verkündet Schmitz stolz. Nach der Änderung am Wärmepumpensystem konnte er dessen Energieverbrauch auf etwa 2,5 kWh reduzieren. Damit hat er den Verbrauch mehr als halbiert. Das spiegelt sich in einem jährlichem Ersparnis bei den Warmwasserkosten in Höhe von knapp 500 Euro wieder.

Wie die Kommentare unter Schmitz‘ Video belegen, dürfte es sich hierbei nicht nur um einen Einzelfall handeln, sondern um eine allgemeingültige Möglichkeit, die Kosten einer Wärmepumpe zu senken. Mehrere Zuschauerinnen und Zuschauer berichten, durch Installation einer Pumpe an der Zirkulation ebenfalls ihre Warmwasserkosten gesenkt zu haben.

Quellen: YouTube/Andreas Schmitz, GASAG

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