Die letzten Spiele der KT Rolster-Spieler waren stark durchwachsen. Dabei stellten sie sich mitunter namenhaften Gegnern wie T1 und Hanwha Life Esports (HLE). Doch schien das Team auch ungeachtet dieser harten Kontrahenten unter hohem Druck zu stehen. Denn wie sich nun zeigt, erhielten Spieler und Trainerstab unzählige Drohungen aus der „League of Legends„-Community.

„League of Legends“: KT Rolster unter Druck

Erst kürzlich habe KT Rolster im Rahmen einer ausführlichen Untersuchung viele Rechtsverletzungen entdeckt. Sie würden über die einfache Meinungsäußerung von E-Sports-Fans hinausgehen und seien „sozial inakzeptebel“. Auf Facebook und anderen Plattformen veröffentlichte die Organisation in dieser Sache ein Statement.

Man habe schwere Beschimpfungen und Anschuldigungen hinnehmen müssen, die Verbreitung unbestätigter Tatsachen und sogar das Anliefern von Waffenkisten in den Übungsraum. „Als Folge einiger Aktionen der Fans klagen KT Rolster-Mitglieder über Schmerzen und Ängste, und es wird befürchtet, dass dies viele Fans, die KT Rolster und E-Sport lieben, langfristig negativ beeinflussen wird“, schreibt das Management der „League of Legends“-Profis.

Man ziehe daher „weitere aktive Maßnahmen in Betracht […], falls die Verletzung der Rechte des Teams in Zukunft fortgesetzt wird“. Immerhin würden einige der Aktionen aus der Community klar gegen geltendes südkoreanisches Recht verstoßen.

Kritik an Riot Games

Anfeindungen dieser Größenordnung kennt man sonst hauptsächlich von „klassischen“ Sportarten wie Fußball. Ausrufe wie „Schiri, wir wissen, wo dein Auto steht“ oder Massenschlägereien unter Hooligans sind dort noch immer keine Seltenheit. Im E-Sports-Kontext gibt es derartige Berichte allerdings weitaus seltener. Häufiger erntet dafür im Fall von „League of Legends“ der Entwickler Riot Games Kritik.

Erst jüngst geschah dies in Folge eines Matches des League of Legends Champions Korea (LCK)-Rekordmeisters T1 gegen HLE. Der T1-Bot-Laner Min-hyung „Gumayusi“ Lee klagte während des Spiels über einen Fehler. Ähnlich erging es dem Jungler Hyeon-jun „Oner“ Mun mit einem anderen Bug. Beide sind eigentlich schon seit geraumer Zeit bekannt, aber noch nicht behoben.

Quelle: Facebook/@ktesports

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