Am 22. April 2020 zeigt Kabel Eins ab 20:15 Uhr im Fernsehen gleich drei Keanu Reeves Filme hintereinander: das Sci-Fi-Drama „Der Tag, an dem die Erde still stand“ (2008) und die Sci-Fi-Action-Meisterwerke „Matrix“ (1999) und „Matrix Reloaded“ (2003). Während Keanu Reeves für die letzten beiden Filme viel Lob bekam, wurde sein Auftritt in Scott Derricksons Remake „Der Tag, an dem die Erde still stand“ regelrecht verrissen bei Kinostart. Diese Mischung aus coolen und dämlichen Rollen zieht sich wie ein roter Faden durch alle Keanu Reeves Filme.

Die besten Filme mit Keanu Reeves in seinen coolsten Rollen

Bei Keanu Reeves Filmen kann man sich sicher sein, dass der 1,86 Meter große, kanadische Schauspieler sich selten aus kommerziellen Erwägungen Projekte aussucht. Ob Hit oder Flop, Reeves geht immer mit einer Offenheit und Überzeugung an seine Filmrollen heran. Wenn die Rolle sich dann als weniger cool und eher dämlich herausstellt, dann liegt das seltener an der Hingabe des Mimen als an den Machern, die nicht wussten, wie man ihn richtig nutzt.

John Wick in den „John Wick“-Filmen (2014-2019)

Vollbart, Krawatte und ein perfekt anliegender, kugelsicherer Anzug sind die Markenzeichen des Auftragskillers John Wick, den Keanu Reeves mit stoischer Gelassenheit in den brutalen Actionfilmen spielt. Viel Handlung gibt es nicht, aber dafür famos choreographierte Kämpfe.

Evan Webber in „Knock Knock“ (2015)

Weniger bekannt ist Keanu Reeves als biederer Familienvater, der sich von dem neuen Bond-Girl Ana de Armas und ihrer Komplizin Lorenza Izzo daheim verführen lässt, während seine Familie außer Haus ist. Doch damit fangen die Probleme erst an in diesem fiesen Thriller von Eli Roth, in dem Reeves mal nicht in fremden Welten schwebt, sondern den Normalo gibt.

Donaka Mark in „Man of Tai Chi“ (2013)

Seiner Liebe zur Kampfkunst frönte Keanu Reeves mit diesem grundsoliden Martial-Arts-Reißer, den er nicht nur selbst inszenierte. Er spielt auch die Rolle des Bösewichts mit einer nie zuvor gesehenen Leidenschaft für Grimassen.

Jack Traven in „Speed“ (1994)

Keanu Reeves war wohl nie attraktiver als kurzhaariger L.A.-Cop in diesem genialen Thriller von Jan de Bont. Es ist quasi „Stirb langsam“ in einem Bus. Ein Bombenleger hat einen Bus so präpariert, dass er explodiert, wenn er langsamer als 50 Meilen pro Stunde fährt. Reeves ist grandios als ungestümer Actionheld hier an der Seite einer jungen Sandra Bullock.

Neo in den „Matrix“-Filmen (1999-2003)

Seine bekannteste Rolle spielte Keanu Reeves in den Filmen der Wachowski-Geschwister, die eine dystopische Zukunft zeichnen, in der die Köpfe der Menschen in einer virtuellen Realität gefangen sind, während ihre Körper von Maschinen ausgesaugt werden. Als Neo soll Reeves der Erlöser werden. Das ist der Startschuss für eine visuell beispiellose Materialschlacht. So geht es weiter in „Matrix 4“.

Die schlechtesten Filme mit Keanu Reeves in seinen dämlichsten Rollen

Keanu Reeves Filme sind auch bekannt dafür, dass sie den attraktiven Star manchmal in sehr dämliche Rollen stecken. Besonders gruselig war Keanu Reeves als romantischer Beau in Francis Ford Coppolas Horror-Romanze „Bram Stoker’s Dracula“ (1992) und als aufrichtiger Cop Tom Ludlow in David Ayers langweiligem Crime-Drama „Street Kings“ (2008).

Geradezu unausstehlich war Reeves als Henry Torne in der nervigen Gaunerklamotte „Henry’s Crime“ (2010) und dem Pseudo-Tarantino-Abklatsch „Minnesota“ (1996) als Jjaks Clayton an der Seite von Cameron Diaz. Und völlig fehlbesetzt war er in den Action-Rohrkrepierern „Chain Reaction“ (1996) und „Johnny Mnemonic“ (1995).

Fazit: Ob cool oder dämlich, Keanu Reeves Filme sind ein Fest

Keanu Reeves Filme sind nicht immer ein Volltreffer, aber man kann immer davon ausgehen, dass der Schauspieler alles dafür tut, sein Publikum zu unterhalten. Mit einer erfrischenden, alles andere als zynischen Aufrichtigkeit mag er seine Fans zu bezaubern und gleichzeitig die besten Rollen für sein spezielles, einzigartiges Charisma zu finden, wie bei „Matrix“ und „Matrix Reloaded“. Manchmal greift er daneben. So wie bei „Der Tag, an dem die Erde still stand“.

Welche Botschaft versteckt sich hinter dem ersten „Matrix“-Film? So macht die Rede des Architekten am Ende von „Matrix Reloaded“ doch irgendwie Sinn. Diese Fan-Theorie zu den „John Wick“-Filmensprengt deinen Verstand.

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