An „Squid Game“ (2021) auf Netflix kommst du derzeit kaum vorbei. Wer die umstrittene Serie gesehen hat, stellt sich früher oder später selbst die Frage, wie sie oder er in der dargestellten Situation gehandelt und vor allem bei den todbringenden Spielen abgeschnitten hätte. Eine Antwort darauf hat das Korean Cultural Center 30 auserwählten Personen in einem echten Turnier ermöglicht.

Netflix: Offizieller Trailer zu „Squid Game“

Echtes „Squid Game“: Über 300 Bewerberinnen und Bewerber

Abgehalten wurde das auf „Squid Game“ basierende Turnier in Abu Dhabi mit zwei Teams aus jeweils 15 Spielerinnen und Spielern und in zwei separaten Runden. Zuvor hatten sich mehr als 300 Personen durch richtig beantwortete Fragen zur Netflix-Serie zur Teilnahme qualifiziert.

Aus diesen wählten die Veranstalter, das Korean Cultural Center, 30 finale Teilnehmer:innen aus, die am 12. Oktober 2021 zu fünf Spielen antraten. Wer in einem davon versagte, wurde mit einer Schaumstoff-Waffe „erschossen“ und konnte die restlichen Runden weiter mitverfolgen.

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Wie Khaleej Times berichtet hatte, sollten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer T-Shirts mit dem „Squid Game“-Logo tragen, während für die Angestellten die aus der Netflix-Serie bekannten Uniformen vorgesehen waren. Gespielt wurden:

  1. Rotes Licht, grünes Licht
  2. Glasboden-Spiel
  3. Dalgona-Spiel (Formen aus Toffee ausstechen)
  4. Murmelspiel
  5. Ddakji-Spiel

Das steckt hinter den „Squid Game“-Spielen

Wie Nam Chan-woo, Direktor des Korean Cultural Center, gegenüber Khaleej Times erklärte, handelt es sich trotz der brutalen Umsetzung in „Squid Game“ bei den genannten Games um seit Jahrzehnten beliebte Kinderspiele.


„Die Spiele erscheinen in der Serie etwas brutal (…). Dennoch sind es populäre Spiele, die damals und heute von koreanischen Kindern gespielt werden.“

— Nam Chan-woo, Direktor des Korean Cultural Center

„Squid Game“-Spiel #1: Rotes Licht, grünes Licht

Teilnehmer:innen müssen versuchen, innerhalb einer vorgegebenen Zeit, eine bestimmte Strecke hinter sich zu bringen. Erfolgt das Signal „grünes Licht“, dürfen sie losrennen. Bei dem Signal „rotes Licht“ müssen sie stehenbleiben und dürfen sich nicht mehr bewegen. Wer sich bewegt hat verloren und wird abgeschossen.

„Squid Game“-Spiel #2: Glasboden-Spiel

Beim Glasboden-Spiel müssen die Darsteller:innen in der Netflix-Serie über eine Brücke aus verschiedenen Glasscheiben laufen. Dabei sind einige so stabil, dass sie mehrere Personen aushalten. Andere bestehen aus Fensterglas, das bricht, sobald jemand drauftritt. Während Verlierer:innen in „Squid Game“ 50 Meter in den Tod stürzen, wurde es im nachgeahmten Turnier auf am Boden befindlichen Trittsteinen gespielt.

„Squid Game“-Spiel #3: Dalgona-Spiel

Dalgona ist zuckerhaltiges Toffee, das aus braunem Zucker und Backpulver hergestellt wird. Eine in die Masse geprägte Form muss im Spiel mit einer Nadel so herausgebrochen werden, dass sie nicht beschädigt wird. Bricht ein Stück heraus, ist das Spiel verloren.

„Squid Game“-Spiel #4: Murmelspiel

Beim Murmelspiel treten jeweils zwei Teilnehmer:innen gegeneinander an. Beide halten eine bestimmte Zahl an Murmeln versteckt in der Hand. Anschließend muss eine:r von beiden raten, ob es sich beim Gegenüber dabei um eine gerade oder ungerade Zahl handelt. Bei gelungenem Versuch bekommt sie oder er die Zahl an Murmeln, die in der eigenen Hand eingesetzt wurden. Wer alle Murmeln verloren hat, wird abgeschossen.

„Squid Game“-Spiel #5: Ddakji-Spiel

Teilnehmer:innen treten bei diesem Spiel mit zwei gefalteten Papierstücken gegeneinander an. Eines liegt am Boden und soll durch einen kräftigen Beschuss mit dem anderen zum Umdrehen gebracht werden. Verliererin oder Verlierer ist jene Person, deren Papier sich zuerst wendet.

Echtes „Squid Game“ kann auch schief gehen

Der Trend, die Netflix-Serie nachzuahmen, soll Nam zufolge mehr Menschen in Abu Dhabi an die koreanische Kultur heranführen. Dass dies nicht immer positiv ausgeht, zeigen andere Beispiele. So spielten Kinder an Schulen in Belgien ihre eigene Version von „Suid Game“. Als Bestrafung wurden Verlierer:innen verprügelt, wie The Brussels Times berichtete.

Quellen: Korean Cultural Center, Khaleej Times, The Brussels Times

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