Sie versprechen dir kostenlose Probe-Abos, wollen aber nur dein Geld. Von dem enormen Erfolg von Netflix, Amazon Prime und Co. angetrieben sind derzeit zahlreiche Fake-Streamingdienste online verfügbar. Deren Namen allein sollten dich schon stutzig machen, dass dort etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Manche Nutzer tappen trotzdem in die Zahlungsfallen von Appleflix, Oneflix, Streamba und Co. Die Polizei hat von den illegalen Streaming-Seiten eine Liste angefertigt. Nimm dich vor ihnen in Acht.

Schütz dich mit der Illegale-Streaming-Seiten-Liste

Streaming ist beliebt wie nie zuvor. Vor allem Vorreiter Netflix hat seinen Siegeszug möglich gemacht. Mitte 2018 ergab eine Bitkom-Umfrage, dass über 23 Millionen Deutsche mindestens gelegentlich Filme und Serien kostenpflichtig streamen. Netflix allein konnte in Deutschland seine Abonnentenanzahl von 2017 auf 2018 um ganze 46 Prozent steigern, hierzulande streamen 5,1 Millionen Nutzer über den Dienst. Es war also nur eine Frage der Zeit, bis sich eine neue Welle von illegalen Streaming-Seiten listen lassen würde.

Was vor dem legalen, kostenpflichtigen Streaming-Boom noch Seiten wie Movie2K und Kinox.to waren, ist heute von Appleflix, Streamba und anderen bereits dubios klingenden Fake-Streamingdiensten besetzt. Deren Betrugsmasche ist ebenso offensichtlich wie frech, sodass bereits die Verbraucherzentrale und die Polizei davor warnen.

Die Liste des illegalen Streamings:

Ihre Namen ähneln den Originalen. Die derzeit bekanntesten heißen:

gigaflix.de, bigflix.de, binoflix.de, braflix.de, dinoflix.de, flixabo.de, gonaflix.de, gonastream.de, imaxkino.com, momoflix.de, monoflix.de, laflix.de, soyaflix.de, rotflix.de, weflix.de, streamino.de, dasflix.de, coflix.de, yoflix.de, toflix.de, cinemaflix.de, kinoroom.de, hdflix.de, limeflix.de, doflix.de, noxflix.de, loxflix.de, kiwiflix.de, streamino.de, mangoflix.de, baflix.de, blueflix.de, bonastream.de, boxflix.de, daflix.de, dasimax.de, dinoflix.de, euroflix.de, gagastream.de, imaxgo.de, imaxnet.de, imaxstream.de, imaxtv.de, megaflix.de, soflix.de, soloflix.de, topflix.de, voxstream.de, teleflix.de, rostream.de, tostream.de, mostream.de, togostream.de, gogostream.de, lostream.de, rogostream.de, fogostream.de, sogostream.de, mogostream,de, nogostream.de, logostream.de, hogostream.de, rexkino.com … und viele mehr

So wollen die Seiten dich hereinlegen:

  1. Zunächst locken sie dich durch Online-Anzeigen auf ihre Seiten, meistens mit einem angeblich kostenlosen fünftätigen Streaming-Probe-Abos.
  2. Dann sollst du eine Registrierung durchführen, inklusive deiner E-Mail-Adresse und deiner Telefonnummer.
  3. Nach der Anmeldung erhältst du dann eine Fehlermeldung oder kannst auf die versprochenen Filme und Serien nicht zugreifen – aber Achtung: Deine Anmeldung ist damit nicht gescheitert. Im Gegenteil.
  4. Nach einigen Tagen erhältst du ein aggressiv formuliertes Schreiben oder sogar einen Anruf, in dem du aufgefordert wirst, ein Jahres-Abo abzuschließen. Kosten: 144 bis 359 Euro.

Prompt steckst du in der Abofalle.

Fake-Streamingdienste: So schützt du dich vor ihrer Masche

Die erste Reaktion nach einem solchen Schreiben oder Anruf ist nur allzu verständlich: Viele Nutzer versuchen im Internet herauszufinden, ob sie wirklich zahlen müssen. Doch die Betrüger haben sogar das bedacht: So stößt du womöglich sehr schnell auf Videos, in denen vermeintliche Anwälte behaupten, die illegalen Streaming-Seiten auf der Liste seien im Recht – und die Zahlungsaufforderung somit rechtlich bindend.

Echte Experten jedoch raten dir, dich von dem Schreiben oder dem Anruf nicht einschüchtern zu lassen. „Wenn Sie eine Rechnung erhalten haben und keine Leistung erbracht wurde, müssen Sie die Rechnung über ein vermeintliches Jahresabonnement keinesfalls zahlen“, schreiben die Verbraucherschützer. Ignoriere die Zahlungsaufforderung und erstatte Anzeige.

Bist du dennoch in die Falle getappt, rät die Polizei Folgendes: „Personen, die bereits auf diese Masche hereingefallen sind, sollten die geforderte Rechnung nicht bezahlen. Hier wird zu einer Anzeigenerstattung bei der örtlichen Polizei gegen Unbekannt geraten. Sollten Sie bereits gezahlt haben, so sollten Sie unbedingt eine Anzeige bei Ihrer Polizei erstatten. Drucken Sie den Mailverkehr, Inkassoschreiben und mögliche Überweisungsbelege aus und bringen Sie diese mit zur Anzeigenerstattung.“

Schau genau in Impressum und Inkassoschreiben

Nimm dich vor allem vor den illegalen Streaming-Seiten in der Liste in Acht. Außerdem solltest du aufhorchen, wenn im Impressum eines der folgenden Unternehmen genannt wird:

  • Turquoiz Limited
  • Lovelust Limited
  • Bizcon Limited
  • Anmama Limited
  • CIDD Limited
  • OLJO Ltd.
  • SAFE4MEDIA Ltd.
  • Kino Bino Limited
  • oder Kino Cinemas Ltd.

Angeblich kursieren bereits Inkassoschreiben. Du solltest aufhorchen, wenn einer dieser angeblichen Inkassodienstleister darin vorkommt:

  • ag-inkasso.de
  • bgsinkasso.com
  • debt-inkasso.eu
  • enito-inkasso.eu
  • gmbh-inkasso.eu
  • Homeinkasso.de
  • inkasso.com.de
  • inkassogroup24.de
  • inkasso-limited.de
  • jung-inkasso.eu
  • law-brand.eu
  • ltdinkasso.de
  • macron-inkasso.eu
  • netinkasso.com.de
  • otinkasso.com
  • schneider-inkasso.eu
  • weber-inkasso.eu

Wir zeigen dir auch, was Nutzer illegaler Streamingportale rechtlich fürchten müssen und wie illegale Streaming-Nutzer ermittelt werden. Des Weiteren gibt es Tricks, die dich vor Abzocke im Internet schützen.

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