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"Messiah" ist ein Serien-Flop auf Netflix: Kritiker verhauen Jesus als internationalen Terroristen

Die neue Netflix-Serie "Messiah" ist in der Kritik. Die Rückkehr von Jesus auf die Erde als internationaler Terrorist begeistert wenige Kritiker.
Die neue Netflix-Serie "Messiah" ist in der Kritik. Die Rückkehr von Jesus auf die Erde als internationaler Terrorist begeistert wenige Kritiker.
Foto: Netflix/Collage FZ
Die Kritiker zeigen sich ketzerisch: In der Netflix-Serie "Messiah" kehrt Jesus zurück auf die Erde, aber in der modernen Welt wird er als internationaler Eco-Terrorist gejagt. Das fanden die Kritiker zu flach.

Eigentlich hatte die neue Netflix-Serie "Messiah" eine unwiderstehlich spannende Grundidee: Was wäre eigentlich, wenn Jesus in der heutigen Zeit auf die Erde zurückkehren würde? Wie würden die Menschen auf den Erlöser reagieren? Was würden die Behörden tun? Wie würde man auf Jesus Christus in der Ära von Social Media, internationalem Terrorismus und Angst vor Naturkatastrophen zugehen? Der erste Trailer zur Serie versprach einen spannenden Thriller mit beeindruckenden Wundern. Doch die Kritiker haben den Film jetzt verrissen.

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"Messiah" in der Kritik: Das sagen die Serien-Experten zur Serie

Die Kritiker werden der neuen Netflix-Serie "Messiah" vor allem vor, sie sei zu klischeehaft und flach in ihrer Erzählung. Daniel D'Addario von Variety vermisst eine "metaphorische Interpretation oder symbolischen Nachklang" in der Inszenierung. Der Tenor der übrigen Kritiken ist ähnlich und zeigt sich vor allem darüber enttäuscht, dass der spannendste Aspekt der Serie, die Reaktion der Neuzeit auf die Jesus-Figur, nicht interessant genug gestaltet wurde.

Auch verzettele sich "Messiah" zu sehr in Nebenhandlungen ohne die faszinierende zentrale Figur näher zu beleuchten, wie Brian Lowry von CNN kritisiert. Aber natürlich gibt es auch die eine oder andere positive Stimme, die die Serie immer noch fesselnd findet, wie etwa die von Lucy Mangan von The Guardian. Sie lobt vor allem die Darsteller und das Thema der Serie.

"Messiah" erklärt: Was ist die Handlung der neuen Netflix-Serie?

Die CIA-Agentin Eva Geller (Michelle Monaghan) fällt vom Glauben ab. Eines Tages erhält sie eine Notiz über einen mysteriösen Fremden (Mehdi Dehbi), der durch seine übernatürlichen Taten für internationale Furore in den sozialen Medien sorgt. Bald schon blickt er auf eine große Gefolgschaft zurück, die den charismatischen Mann für Jesus selbst halten.

Geller setzt alles daran, den neuen Jesus als Scharlatan zu enttarnen und seine tatsächlichen Ursprünge zu erforschen. Allein durch seine Anwesenheit versetzt der Heiland die sozialen und ökonomischen Strukturen der modernen Welt zunehmend außer Kraft. Davon sind auch eine engagierte Journalistin (Jane Adams), ein palästinensischer Flüchtling (Sayyid El Alami), ein isrealischer Regierungsagent (Tomer Sisley), ein texanischer Priester (John Ortiz) und seine Tochter (Stefania LaVie Owen) betroffen, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird.

Video: Messiah auf Netflix Trailer

"Messiah"-Besetzung: Wer spielt mit?

Die Hauptrolle in "Messiah" spielt Michelle Monaghan, die Serien-Fans vor allem als Sarah Lane, harter Kern einer korrupten Sektenleitung in der religiösen Mystery-Serie "The Path", vertraut sein sollte. Im Kino ist sie als ewig gebeutelte Ehefrau von Ethan Hunt (Tom Cruise) aus den "Mission: Impossible"-Filmen und sexy Femme fatale aus "Kiss Kiss Kiss Bang" in Erinnerung geblieben. Der belgische Schauspieler Mehdi Dehbi ist dagegen noch relativ unbekannt und spielte bislang nur kleine Nebenrollen.

Schauspielerische Rückendeckung bekommen sie von Jane Adams, gelobt für ihre Hauptrolle in Todd Solondz verstörend ehrlichem Familiendrama "Happiness" (1998), und von John Ortiz, ein vertrautes Gesicht aus zahlreichen Kinofilmen wie "Bumblebee". In weiteren Rollen sind Melinda Page Hamilton, Fares Landoulsi, Dermot Mulroney und Beau Bridges zu sehen.

"Messiah" wurde erschaffen von Michael Petroni (Autor von "Die Bücherdiebin") und inszeniert von "V for Vendetta"-Regisseur James McTeigue und seiner Kollegin Kate Woods.

Wann startete die Netflix-Serie "Messiah"?

Pünktlich zum Neujahr startete die neue Netflix-Serie "Messiah" auf dem Streaming-Dienst am 1. Januar 2020. Die erste Staffel umfasst 10 Folgen. Ob es eine zweite Staffel geben wird oder es bei einer Miniserie bleiben wird, das entscheidet sich am Interesse der Zuschauer. Die Kritik jedenfalls will keine Fortsetzung zu den Abenteuern des neuen Jesus.

So geht es weiter bei der Netflix-Serie "Wir sind die Welle". Und das passiert in der nächsten Staffel von "Mindhunter". Auch bei "Stranger Things" wird es interessant in der neuen Staffel.

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