Am 20. August 2020 musste sich Netflix über ihren offiziellen Twitter-Account bereits entschuldigen. Grund war das verstörend aufreizende Poster für einen neuen Netflix-Film, der am 9. September auf dem Streaming-Dienst starten soll. Doch zahlreiche Social-Media-Nutzer griffen Netflix und die Macher des Films „Cuties“ dafür an, junge, noch nicht einmal zwölf Jahre alte Mädchen in den Bildern extrem zu sexualisieren. Nach einer Petition, den Film komplett zu verbieten, hat Netflix vieles an der Präsentation des Films geändert.

Netflix-Film kriegt Einlauf wegen abstoßendem Poster

Der Schock sitzt immer noch sehr tief bei den Social-Media-Nutzern, die in den unmöglichen Genuss des ersten Trailers und Posters für den neuen Netflix-Film „Cuties“ kamen. In dem französischen Film geht es um vier pubertierende Mädchen, die davon träumen, als eine Tanzgruppe Karriere zu machen. Darunter befindet sich auch ein elfjähriges Mädchen aus einer erzkonservativen muslimischen Familie. Auf dem Poster zeigen sich die Mädchen in stark sexualisierten Tanzposen, wie man sie aus vielen Musikvideos heutzutage kennt. Nutzer rufen jetzt zum Boykott des Films auf und haben dazu auch schon eine Petition gestartet.

Das Traurige an dem Marketing-Fauxpas ist, dass die Aufrufe, den Film komplett zu verbieten, unter anderem auch von der Jugendschutzorganisation Parents Television Council aus den USA, komplett an der Intention der Macher des Films vorbeigehen. Tatsächlich thematisiert „Cuties“, der im französischen Original den Titel „Mignonnes“ trägt, genau diese Art von sexueller Ausbeute und kritisiert sie schlussendlich. Es gab auch schon zahlreiche positive Kritikermeinungen zu dem Netflix-Film, unter anderem auch von Marvel-Star Tessa Thompson („Dear White People“).

— Sister Outrider (@ClaireShrugged) August 20, 2020

Das Traurige an dem Marketing-Fauxpas ist, dass die Aufrufe, den Film komplett zu verbieten, unter anderem auch von der Jugendschutzorganisation Parents Television Council aus den USA, komplett an der Intention der Macher des Films vorbeigehen. Tatsächlich thematisiert „Cuties“, der im französischen Original den Titel „Mignonnes“ trägt, genau diese Art von sexueller Ausbeute und kritisiert sie schlussendlich. Es gab auch schon zahlreiche positive Kritikermeinungen zu dem Netflix-Film, unter anderem auch von Marvel-Star Tessa Thompson („Dear White People“).

Netflix nimmt alles zurück

Inzwischen hat sich Netflix für das unvorteilhafte Poster entschuldigt, dass sich laut Kritikern vor allem an Pädophile richte. Das Poster für den neuen Netflix-Film wurde vom Streaming-Dienst zurückgezogen, kursiert aber natürlich weiter im Internet. Auch die Beschreibung des Films auf der Plattform wurde stark abgeändert und sämtliche Sexualisierung der Hauptfiguren auf der Plattform entfernt.

Das schadet aber Netflix letztlich weniger als dem Film, der seine Weltpremiere auf dem Sundance Film Festival im Januar 2020 feierte und der schwarzen Filmemacherin Maïmouna Doucouré großen Zuspruch einbrachte. Der Film läuft seit dem 19. August bereits in Frankreichs Kinos. Aufgrund des missratenen Marketings werden den gefeierten Film jetzt wohl viel weniger Nutzer schauen als erwartet. So hat der Streaming-Dienst dem Netflix-Film nicht mehr Zuschauer beschert, sondern nur geschadet.

Zuletzt sorgte Netflix mit dem vielgeschauten, aber verrissenen Liebesdrama „365 Days“ für Furore. Diese Netflix-Serien wurden in manchen Ländern fast verboten. Über diese neue Netflix-Funktion sind nicht alle Nutzer glücklich.

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