Seit Anfang 2020 gibt es auch in Deutschland Disney+. Damit hat der große Mäusekonzern seinen eigenen Streaming-Dienst in Stellung gebracht, um Netflix, Amazon Prime und Co. das Publikum abzugraben. Bislang ist die Rechnung aufgegangen, die Zahl der neuen Abonnent:innen steigt, allerdings nicht mehr in der hohen Geschwindigkeit wie noch zu Anfang. Um dieser Entwicklung einen neuen Schub zu verpassen und um hoch gesteckte Ziele zu erreichen, möchte man wohl schon bald einen neuen Anreiz schaffen.

Disney+: Neues Abo im Gespräch

Zumindest macht aktuell ein diesbezügliches Gerücht die Runde. Demnach diskutiert man für Disney+ die Einführung eines neuen Abo-Modells, wie The Information unter Berufung einer der Situation nahestehenden Person berichtet. Angeblich nimmt diese Person sogar selbst an den Gesprächen teil.

Sollte es stimmen, so denkt man bei Disney über eine zusätzliche Abo-Option nach. Diese soll günstiger sein als die aktuelle. In den USA kostet der Streaming-Dienst aktuell 7,99 US-Dollar im Monat, in Deutschland sind es 8,99 Euro. Einen konkreten Preis für das mögliche neue Modell gibt es noch nicht. Allerdings müssten Neukund:innen im Zuge dessen Werbespots in Kauf nehmen.

Damit würde man mit anderen Unternehmen wie WarnerMedia, Discovery, NBCUniversal und Paramount Global gleichziehen, die für ihre Streaming-Angebote ebenfalls günstigere, aber werbegetriebene Optionen eingeführt haben. Bei Amazon Prime hingegen gibt es Werbe- beziehungsweise Trailer-Einblendungen. Bei Netflix gibt es ebenfalls (noch) keine Werbung.

Disney+: Es fehlen noch 100 Millionen

Einem Bericht der New York Times nach plant Disney zwischen 230 bis 260 Millionen zahlende Nutzer:innen bis zum Ende des Geschäftsjahres 2024. Aktuell steht man bei knapp 130 Millionen – man hat also noch sehr viel vor. Es ist durchaus möglich, dass diese Überlegungen auch deshalb angestoßen werden, weil Disney-CEO Bob Chapek vor kurzem eher Preiserhöhungen in Aussicht gestellt hat. Eine günstigere Auswahlmöglichkeit könnte den etwaigen negativen Effekt einer höheren Gebühr für das reguläre Abonnement kompensieren und für zusätzliche Aboverkäufe sorgen.

Bis derlei Änderungen offiziell angekündigt werden und anschließend in Kraft treten, dürfte aber noch etwas Zeit vergehen. In der Zwischenzeit geht die Show wie gewohnt weiter – zum Beispiel mit den März-Higlights bei Disney Plus.

Quellen: The Information, New York Times

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