Mit Netflix hat sich auch eine Vielzahl anderer Dienste aus Russland verabschiedet. Während Staaten der Russischen Föderation ihre Sanktionen auferlegen, stellt ein Unternehmen nach dem anderen seine Geschäftstätigkeiten in dem Land ein. Auch Spencer Neumann, CFO des Streamingdienstes, hat zu diesem Schritt Stellung bezogen. Zugleich ließ er ein mögliches künftiges Abo-Modell durchklingen, das Netflix mit Werbung unter die Kundschaft bringen könnte.

Netflix mit Werbung? Das sagt der CFO dazu

In der Vergangenheit hatten die Manager des Dienstes Ideen wie diese meist klar zurückgewiesen. Immerhin ist Sinn und Zweck von Plattformen wie Netflix neben ihrem Video-on-Demand-Service auch die Werbefreiheit. Anders als lineare Fernsehsender finanzieren sie sich immerhin nicht aus Werbeeinnahmen oder Rundfunkbeiträgen, sondern aus Abo-Modellen, die die Idee von Netflix mit Werbung bislang obsolet gemacht haben.

„Sag niemals nie“, sagte nun aber Neumann, als er mit der Idee konfrontiert wurde. Zwar sei das „im Moment nicht Teil unserer Pläne“, doch kommt der Netflix-CFO kursierenden Gerüchten mit dieser Aussage doch stark entgegen. Der Hintergedanke: Netflix könnte Abo-Modelle mit einer Werbeebene nutzen, um das Wachstum seiner Kundschaft aufrechtzuerhalten.

„Es ist ja nicht so, dass wir etwas gegen Werbung hätten“

Deadline zufolge sprach Neumann im Rahmen der Technology, Media & Telecom Conference von Morgan Stanley in San Francisco aber nicht nur über sein eigenes Unternehmen. Als er auf die Möglichkeit zu sprechen kam, Netflix mit Werbung zu belegen, wollte der Manager nämlich auch die Meinung seiner Zuhörerschaft bezüglich solcher Entscheidungen bei anderen Diensten in Erfahrung bringen – etwa Disney+.

„Ich würde gerne die Hände derjenigen sehen, denen diese Entscheidung von Disney gefällt, aber ich glaube nicht, dass ich sie bekommen werde. Es ist ja nicht so, dass wir etwas gegen Werbung hätten, um das klarzustellen.“

Spencer Neumann (via Deadline)

Beim Aufbau der finanziellen Statur des Unternehmens „lehnen wir uns an die Erfahrung der Verbraucher, die Wahlmöglichkeiten der Verbraucher und das, was für unsere Schöpfer und Geschichtenerzähler großartig ist, an“, so Neumann. Später könnte ein Werbeelement Vorteile bringen, aber „das ist nicht etwas, das wir im Moment planen“.

Quelle: Deadline

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