Veröffentlicht inStreaming

„The Big Bang Theory“: Unlogisch – wo war Dr. Sturgis die ganze Zeit?

Viele Fans von „The Big Bang Theory“ schauen sicher auch bei „Young Sheldon“ rein. Zwischen beiden Serien gibt es durchaus Wechselwirkungen, aber manchmal auch logische Ungereimtheiten. Eine hat zum Beispiel mit Dr. Sturgis zu tun.

© Getty Images/CBS Photo Archive

Netflix-Eigenproduktionen: Die 8 besten Original-Filme und -Serien

Einst wurden Netflix-Eigenproduktionen noch von Kritikern und Zuschauern belächelt. Doch heute ist die Menge und Qualität der Netflix-Original-Filme und -Serien sehr stark gestiegen. Hier sind die besten Netflix-Originale.

Noch bevor „The Big Bang Theory“ 2019 offiziell zu Ende ging, startete bereits 2017 mit „Young Sheldon“ der erste und bislang einzige Ableger. Wie der Titel andeutet, geht es darin um den jungen Sheldon Cooper (Iain Armitage) und wie er in Texas der 80er- und 90er-Jahre aufwächst. Mit schöner Regelmäßigkeit finden sich darin Anspielungen auf die Mutterserie, wodurch aber manchmal auch Widersprüche entstehen.

„The Big Bang Theory“: Sheldons Idol Dr. Sturgis

Fans wissen, dass der erwachsene Sheldon (Jim Parsons) bei „The Big Bang Theory“ den TV-Wissenschaftler Arthur Jeffries alias Professor Proton (Bob Newhart) als Kind verehrt hat und auch später noch ein großer Fan von diesem ist. Dass dessen Wissenschaftssendung für Kinder auch bei „Young Sheldon“ Erwähnung findet, passt da wunderbar. Umgedreht verwundert es rückwirkend aber, dass ein anderes und vor allem echtes Idol von Sheldon nie bei „Big Bang“ vorkam.

Auch spannend: Hat denn Sheldon nun jemals eine PS4 oder doch eine Xbox One gekauft? Wir haben die Lösung für ein jahrealtes „The Big Bang Theory“-Rätsel.

Die Rede ist von Dr. John Sturgis (Wallace Shawn). Schon in der 19. Episode der ersten Staffel „Meemaw, Guacamole und das lila Fahrrad“ kommt heraus, dass Sheldon mit dem Physiker Briefe austauscht und er gerne seine Vorlesung besuchen möchte.

Im Laufe der Serie spielt Dr. Sturgis eine immer größere Rolle in Sheldons Leben, auch weil er seine Großmutter datet. Es ist offensichtlich, dass das junge Genie zu ihm aufschaut. Von daher wirkt es schon seltsam, dass das Drehbuchautorenteam bei „The Big Bang Theory“ nicht einmal an ihn gedacht hat.

Dr. Sturgis‘ Abwesenheit ist eine verpasste Chance

Nun ist es so, dass Dr. Sturgis eine für das Spin-off neu erdachte Figur ist und allein deshalb nicht zuvor beim Mutterschiff vorkommen konnte. Um aber das Logikloch aufzulösen, hätte man dennoch circa zwei Staffeln Zeit gehabt, ihn bei „Big Bang“ unterzubringen, ehe es zu Ende ging – und sei es nur als flüchtige namentliche Erwähnung. So hätte in der Hinsicht eine klare Kontinuität beibehalten werden können, indem sich der erwachsene Sheldon natürlich an sein Kindheitsvorbild erinnert.

Dass aber Sheldon selbst bei seiner Nobelpreisrede nicht auf ihn explizit eingeht, wo Dr. Sturgis doch so einen Einfluss auf ihn hatte, ist eine verpasste Chance. Denkbar wären auch Rückblenden gewesen oder eine alte Videoaufnahme – auf diesem Wege holte man schon Sheldons Vater (Lance Barber) und Bruder (Montana Jordan) zu „The Big Bang Theory“.

Das Beispiel Tam hat gezeigt, wie es hätte gehen können

Sogar Sheldons bester Freund aus „Young Sheldon“, der junge Tam (Ryan Phuong), fand nicht nur nach seiner Einführung beim Ableger Erwähnung – er schaute als Erwachsener (Robert Wu) sogar selbst vorbei in der vierten Folge der letzten Staffel „Die Tam-Turbulenzen“.

Zwar ist es eher unwahrscheinlich, dass dies so auch mit Dr. Sturgis hätte funktionieren können – schließlich war der schon ein alter Herr während Sheldons Kindheit. Tam zeigte jedoch, dass nichts unmöglich gewesen wäre, zumindest auch Dr. Sturgis in irgendeiner Form unterzubringen.

Quelle: eigene Recherche

Seit dem 24. Februar 2022 herrscht Krieg in der Ukraine. Hier kannst du den Betroffenen helfen.

Die mit „Anzeige“ oder einem Einkaufswagen 🛒 gekennzeichneten Links sind sogenannte Affiliate-Links. Die verlinkten Angebote stammen nicht vom Verlag. Wenn du auf so einen Affiliate-Link klickst und über diesen Link einkaufst, erhält die FUNKE Digital GmbH eine Provision von dem betreffenden Online-Shop. Für dich als Nutzer*in verändert sich der Preis nicht, es entstehen für dich keine zusätzlichen Kosten. Die Einnahmen tragen dazu bei, dir hochwertigen, unterhaltenden Journalismus kostenfrei anbieten zu können.

Du willst mehr von uns lesen? Folge uns auf Google News.