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So kam es zum grottigen Kinodebüt von Deadpool in "X-Men Origins: Wolverine"

Ryan Reynolds als Deadpool alias Wade Wilson in "X-Men Origins: Wolverine". So kam es zu seinem grottigen Auftritt im Film.
Ryan Reynolds als Deadpool alias Wade Wilson in "X-Men Origins: Wolverine". So kam es zu seinem grottigen Auftritt im Film.
Foto: imago images / EntertainmentPictures
"X-Men Origins: Wolverine" gilt unter Fans von Superhelden-Filmen als totaler Reinfall. Vor allem das Kinodebüt von Deadpool darin wird bedauert. Hier sind die witzigen Hintergründe.

Heute, am 13. Dezember 2019, zeigt Pro Sieben zur besten Sendezeit, um 20:15 Uhr einen der schlechtesten Superhelden-Filme der Neuzeit. Gavin Hoods "X-Men Origins: Wolverine" (2009) sollte eigentlich der erste von mehreren Solo-Filmen rund um die X-Men-Superhelden sein. Doch der Film floppte bei Fans und Kritikern und ist heute nur noch in Erinnerung für den ersten Kinoauftritt von Deadpool. Warum der so grottig ausfiel, dafür gibt es viele Gründe.

Darum ist Deadpool so schlecht in "X-Men Origins: Wolverine"

Deadpool alias Wade Wilson (Ryan Reynolds) ist mittlerweile ein beliebter Protagonist der gleichnamigen Solo-Filme, die die Mechanismen und Konventionen des Superheldenfilms mit reichlich frechem Sarkasmus auseinandernehmen. "Deadpool 3" ist auch schon angekündigt für 2022. Doch sein Kinodebüt gab der zu Scherzen aufgelegte Anti-Held ausgerechnet in dem Flop "X-Men Origins: Wolverine", der heute als Mahnmal für schlechte Superheldenfilme herhalten muss. Hier sind 7 lustige Anekdoten, wie es zu Deadpools Auftritt im Film kam.

1. Ryan Reynolds wusste, dass "X-Men Origins: Wolverine" floppen würde

Ryan Reynolds spielte bereits Deadpool in "X-Men Origins: Wolverine". Und seine ersten Szenen im Film als Söldner Wade Wilson deuten schon in die richtige Richtung, indem er Sprüche klopft und seine Kampfkünste zeigt. Aber der stumme Weapon XI, in den er sich am Ende des Films verwandelt, war ein Fehler. Aber davon konnte Reynolds keinen damals überzeugen.

Video: X-Men Origins: Wolverine Trailer

2. "Deadpool" wird am Ende von "X-Men Origins: Wolverine" angeteasert

(Vorsicht: Spoiler!) Der Solo-Film zu "Deadpool" (2016) wird in einer Post-Credits-Szene angedeutet, bei der man den abgetrennten Kopf von Deadpool zu sehen bekommt, wie er die Augen öffnet und atmet. Auch wenn die Szene so überhaupt keinen Sinn machte und niemand je wieder darauf Bezug nahm in den "X-Men"-Filmen. Mit "X-Men: Zukunft ist Vergangenheit" (2014) erklärte man sogar diesen Handlungsstrang rückblickend für null und nichtig.

3. Deadpools Sprüche stammten alle von Reynolds

Der Autorenstreik von 2007-2008 wirkte sich sehr stark auf den Dreh von "X-Men Origins: Wolverine" aus. Darum übernahm einfach Ryan Reynolds und schrieb alle seine Sprüche selbst, weil im Skript zu dem Zeitpunkt nur stand: "Wade Wilson taucht auf, spricht schnell."

4. Ryan Reynolds spielte nur bei "X-Men Origins: Wolverine" mit, weil ihm ein Solo-Film versprochen wurde

Es war immer schon Ryan Reynolds' größter Wunsch, eines Tages Deadpool zu spielen, am liebsten in einem Solo-Film. Doch bis er dafür 2016 die Chance bekommen würde, willigte er ein, die Figur in "X-Men Origins: Wolverine" zu spielen. Auch wenn sie nur wenig von dem anarchischen Charme der Comic-Kreation in ihrem Filmdebüt zeigt.

5. Ryan Reynolds wollte mit "Green Lantern" Fox erpressen

Eigentlich wollte Ryan Reynolds nie "Green Lantern" (2011), den anderen großen Superhelden-Flop in seiner Karriere, machen. Er wollte mit der Warner-Bros.-Produktion eigentlich nur 20th Century Fox drohen, die ihm einen "Deadpool"-Solo-Film zugesagt hatten, aber ihn zu viele Jahre warten ließen. Als "Green Lantern" kolossal baden ging, war das umso ärgerlicher für Reynolds. Heute will er sich nicht einmal mehr an den Film erinnern, bei dem er seine spätere Ehefrau Blake Lively ("Gossip Girl") kennenlernte.

Video: Ryan Reynolds kann sich nicht mehr an Green Lantern erinnern

6. Auch der Regisseur hasste Deadpool in "X-Men Origins: Wolverine"

In einem späteren Interview gab Regisseur Gavin Hood zu, dass Deadpool nur in "X-Men Origins: Wolverine" auftauchte, weil das Studio testen wollte, ob die Figur beim Publikum auch ankommt für einen möglichen Solo-Film. Warum man dann Deadpool am Ende zum Endgegner machte und ihn sogar umbrachte, das konnte sich Hood auch nicht mehr erklären.

7. Die Fans verfluchten Deadpool in "X-Men Origins: Wolverine"

"X-Men Origins: Wolverine" war einer der Filme damals, die einen ganzen Monat vor Kinostart, auf illegalen Seiten zum Download zur Verfügung standen. Die Fans regten sich dabei so über die Deadpool-Version im Film auf, dass das Studio Reynolds bat, schnell neue Szenen für das Ende des Films zu drehen. Doch es war nicht mehr genug Zeit, noch hatte man genug Geld, um den Film noch zu retten.

So geht es weiter für Deadpool in Phase 5 des Marvel Cinematic Universe. Hier findest du die besten Superheldenfilme auf Netflix. Hier kannst du alle "X-Men"-Filme streamen.

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