„War Dogs“ mit Jonah Hill und Miles Teller erzählt eine abgefahrene Geschichte, die tatsächlich so ähnlich passiert ist. Das ist die wahre Geschichte hinter „War Dogs“.

„War Dogs“: Wahre Geschichte zwischen Filmriss und „Hangover“

Regisseur Todd Philipps steht auf abgefahrene Storys. Das zeigte er bereits in allen drei „Hangover“-Teilen und beweist es auch 2019 mit dem DC-Actioner „Joker“. Was die Werke gemein haben: Sie sind fiktiv. Doch zwischen der Filmriss-Komödie und dem düsteren Superhelden-Drama widmete sich der Filmemacher mit „War Dogs“ (2016) einer wahren Geschichte. Und die klingt so abgefahren, als sei sie ausgedacht.

Zunächst verraten wir dir, worum es geht:

„War Dogs“: Darum geht’s

David (Miles Teller) und sein Schulfreund Efraim (Jonah Hill) sind Mitte 20 und können auf keine besonders große Karriere zurückblicken: David scheiterte schon häufig mit seinen Unternehmen und Efraim hält sich mit dubiosen Geschäften über Wasser.

Als Davids Freundin Iz (Ana de Armas) schwanger wird, ändert sich aber alles. Denn der werdende Vater lässt sich auf ein lukratives Geschäft mit Efraim ein. Dieser entdeckt nämlich, dass die US-Regierung Rüstungsaufträge für Kriege im Internet ausschreibt. Dadurch haben auch kleinere Anbieter die Chance aufs große Geld. Tatsächlich bekommen die beiden Mittzwanziger sogar einen 300 Millionen Dollar-Deal. Doch dafür müssen sie auch in Kriegsgebiete reisen.

Das ist die wahre Geschichte von „War Dogs“

Die Geschichte, die Todd Philipps in „War Dogs“ erzählt, ist David Packouz und Efraim Diveroli im Groben so passiert. Selbstverständlich ist sie für Hollywood noch etwas aufbereitet worden. So hat beispielsweise die Fahrt in den Irak, die in „War Dogs“ zu sehen ist, nicht stattgefunden.

Doch die groben Eckdaten stimmen. Der Film basiert auf einer Reportage des Rolling Stone-Journalisten Guy Lawson, die er 2011 unter dem Titel „The Stoner Arms Dealers: How Two American Kids Became Big-Time Weapons Traders“ veröffentlichte. Zu Deutsch: The Stoner Arms-Dealer: Wie zwei amerikanische Kinder zu großen Waffenhändlern wurden.

2015 erschien gar das Sachbuch „Arms And The Dudes“. Hier wird erzählt, wie David Packouz und Efraim Diveroli im Jahr 2004 die Briefkastenfirma AEY von Efraims Vater übernehmen und im Waffengeschäft groß werden.

Bevor dies geschah, verdiente sich David Packouz sein Geld als Masseur und wollte eigentlich Musiker werden. Mit dem Einstieg in Efraim Diverolis Geschäft, wollte er sich eigentlich nur Startkapital sichern. Efraim hingegen, hatte schon immer ein Faible für den Krieg und stammt tatsächlich aus einer Waffenhändler-Familie.

Das ist aus den „War Dogs“ geworden

Wie ist „War Dogs’“ wahre Geschichte zu Ende gegangen? David Packouz und Efraim Diveroli flogen auf, als sie gegen eine Vorschrift der US-Regierung verstoßen haben: So sollte die Ausrüstung nicht aus China kommen. Die beiden Männer hielten sich nicht daran und klebten lediglich albanische Logos auf die Lieferung. Dabei flogen sie auf.

David Packouz bekam dafür sieben Monate Hausarrest und Efraim Diveroli musste seine Strafe vier Jahre lang im Gefängnis absitzen.

Das machen die echten „War Dogs“ 2021

Laut des Magazins Republicworld.com ist Efraim Diveroli 2021 aus dem Gefängnis entlassen worden. Er soll tatsächlich immer noch eine Waffenfirma führen. Offenbar darf diese bis 2025 keinen Regierungsvertrag bekommen. Allerdings ist nicht ganz klar, wie richtig diese Informationen sind. Auf seinem Instagram-Account war Efraim Diveroli zuletzt im Januar 2017 aktiv.

David Packouz kehrte dem Waffengeschäft den Rücken zu. Er hat seinen Traum mittlerweile erfüllt und ist Musiker. Außerdem gründete er „Singular Sound“. Das ist ein Unternehmen, welches sich auf die Entwicklung von Technologien konzentriert, die Musiker:innen helfen.

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Quellen: Rolling Stone, Republicworld.com, davidpackouz.com, Instagram/efraim_diveroli

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