Christopher Nolan ist bekannt für Filme, die deinen Kopf durcheinander bringen: „Inception“ (2019) oder zuletzt „Tenet“ (2020) sind zwei davon. Doch inmitten dieser Mindfuck-Werke gibt es auch einen, der auf wahren Begebenheiten beruht. In dem Film „Dunkirk“ (2017) geht es um die Schlacht von Dünkirchen. Das sind die wahren Hintergründe.

Film „Dunkirk“: Das ist die wahre Geschichte

Christopher Nolan begibt sich in seinem Film „Dunkirk“ in die Zeit des Zweiten Weltkriegs. Im Jahr 1940 wurde an vielen Fronten gekämpft – so auch in der französischen Stadt Dünkirchen (Dunkerque). Zwischen dem 26. Mai und dem 5. Juni 1940 war sie Schauplatz einer Schlacht. Heute ist sie bekannt als Schlacht von Dünkirchen. Es wird aber auch von dem Wunder von Dünkirchen gesprochen.

Etwa 400.000 Soldaten der alliierten Truppen waren in der Kleinstadt versammelt. Unter ihnen waren nicht nur Franzosen, sondern auch Briten und Belgier. Sie waren zwischen dem Ärmelkanal und der deutschen Wehrmacht eingekesselt, die nur wenige Kilometer von Dünkirchen entfernt war. Doch am 24. Mai 1940 sprach Adolf Hitler unerwarteterweise ein Haltbefehl aus. Bis heute werden die Gründe für den Haltbefehl kontrovers diskutiert.

Die überraschende Entscheidung Hitlers machte es möglich, dass die Alliierten evakuiert werden konnten. Es ist die größte Evakuierung des Zweiten Weltkriegs und mehr als 300.000 Soldaten konnten entkommen. Mehrere Zehntausend kamen hingegen in deutsche Kriegsgefangenschaft. Dennoch gilt die Schlacht von Dünkirchen als Wunder.


Was versteht man unter Alliierten?
  • Das Wort Alliierte kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „Verbündete“ oder „Bündsnispartner“. Meist sprechen wir von den USA, Großbritannien und der Sowjetunion, wenn wir von Alliierten sprechen. Diese Staaten kämpften im Zweiten Weltkrieg gegen Deutschland. (via bpb)

Wie viel Wahrheit steckt in „Dunkirk“?

Christopher Nolan betrieb vor dem Dreh von „Dunkirk“ eine große Recherche und wollte sich im Film so gut wie möglich an die realen Begebenheiten der Schlacht von Dünkirchen halten.

Allerdings sind etwa der Spitfire-Pilot Farrier (Tom Hardy) sowie die Fußsoldaten Tommy (Fionn Whitehead), Alex (Harry Styles) und Gibson (Aneurin Barnard) fiktiv.

„Wir haben fiktive Figuren mit fiktiven Namen; wir versuchen hier nicht, die Geschichte von irgendjemandem zu erzählen“, verrät Christopher Nolan der USA Today. „Aber die größeren Bewegungen, die dargestellt werden, sind akkurat.“ Außerdem traf der Regisseur etwa den mittlerweile verstorbenen Veteran Vic Viner und sprach mit ihm darüber, was er bei der Schlacht von Dünkirchen erlebt hat, um diese Erfahrungen mit in den Film einfließen lassen zu können.

Wo wurde „Dunkirk“ gedreht?

Der Film „Dunkirk“ wurde in der nordfranzösischen Hafenstadt Dünkirchen (Dunkerque) gedreht – also an dem Originalschauplatz der Evakuierungsaktion. Der Codename dafür lautete „Operation Dynamo“. Weitere Drehorte waren:

  • Swanage (Südküste von England)
  • Weymouth (Küstenstadt in der südwestenglischen Grafschaft Dorset)
  • Dorset (Grafschaft in Südwest-England)
  • IJsselmeer bei der niederländischen Stadt Urk (Größter See der Niederlande)
  • Los Angeles (Stadt im US-Bundesstaat Kalifornien)
  • Rancho Palos Verdes (Stadt im US-Bundesstaat Kalifornien)

Weitere Filme, die auf realen Begebenheiten beruhen

Nicht nur der Film „Dunkirk“ hat einen wahren Kern. Das ist beispielsweise die wahre Geschichte von „Le Mans 66“. Einen abgefahrenen realen Hintergrund hat auch „War Dogs“ (2016). Das ist die wahre Geschichte hinter der Tragikomödie. Und „Gangster Squad“ (2012) hat diesen Ursprung.

Quellen: bpb (Bundeszentrale für politische Bildung), USA Today, npr

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