Als Deutscher Bundesminister für Finanzen ist Christian Lindner (FDP) wohl einer der naheliegendsten Gesprächspartner in Fragen der Inflation. In diesem Kontext lenkt die Talkshow-Moderatorin Sandra Maischberger ihren Dialog mit dem Politiker ganz besonders in Richtung der Entlastung bei den Bürgerinnen und Bürgern.

Christian Linder wendet sich direkt an die Kamera

Lindner wirft der Politik vor, das Tanken durch die Mehrwertsteuer künstlich zu verteuern. Sein Gegenvorschlag sei ein Tankrabatt, der in angedachter Form aber wegen den Grünen nicht durchsetzbar gewesen sei. Es sei in seinen Augen wichtig Steuererhöhungen zu vermeiden. Stattdessen müsse die Priorität sein „alles zu unternehmen, das das Preisniveau stabilisiert […], und alles zu unterlassen, was den Menschen das tägliche Leben erschwert“. Übergewinne, etwa bei Ölkonzernen, wolle Christian Lindner aber nicht besteuern.

Auch Cem Özdemir (Bündnis 90/Die Grünen), Bundesminister für Ernährung in Landwirtschaft, findet in Form eines Zitats das Wort. Er schlägt vor, „die Mehrwertsteuer auf Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte auf null zu setzen“. Das würde viel bringen, meint er. Auch an dieser stelle zeigt sich Lindner aber unsicher, ob diese Steuersenkung tatsächlich bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern ankommen würde.

Dann tut der Bundesfinanzminister etwas, das man in Talkshows wie maischberger nur sehr selten sieht. Denn Lindner wendet sich direkt an die Kamera. In puncto Entlastung der Steuerzahlenden könne man sich direkt „bei www.bundesfinanzministerium.de“ – Maischberger lehnt sich ins Bild. „Haben Sie jetzt direkt in die Kamera gesprochen?“, fragt die Moderatorin ungläubig. „Das klang jetzt nach direkter Werbung. Verzeihung. Es hat mich irritiert.“

Elektroautos müssen teurer werden

Allerdings ist es nicht nur dieser kleinere Fauxpas, mit dem Christian Lindner in der Talkshow für Aufsehen sorgt. Denn der FDP-Politiker bekräftigt darüber hinaus die Idee, Elektroautos so bald wie möglich teurer zu machen. „Man kann heute keine Elektroautos bekommen und trotzdem zahlt der Staat Subventionen und Milliarden darauf“, so Christian Lindner. „Das geht voll in die Kassen der Konzerne, die Riesengewinne machen.“

Auch hier würden die Steuerzahlerinnen und Steuerzahlen bislang einen Aufpreis dafür zahlen, „dass sich die Leute teure E-Autos kaufen können“. Das belaste nicht nur die Zahlenden, sondern heize zusätzlich die Inflation an. Die Umweltprämie kritisierte der 43-Jährige schon bei ihrer Einführung. Sie koste viel, bringe wenig und spüle das Geld in erster Linie in die Kassen der Hersteller.

Hast du was verpasst, kannst du hier die ganze Folge von maischberger in der ARD Mediathek nachsehen.

Quelle: maischberger

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