Netzpolitik 

Convert2MP3 und Co. verboten: Ab sofort gibt es keine Gratis-Musik von YouTube mehr

Converter, die YouTube Videos in MP3-Dateien verwandeln, sind ab sofort illegal.
Converter, die YouTube Videos in MP3-Dateien verwandeln, sind ab sofort illegal.
Foto: iStock/pressureUA
Ripper wie Convert2MP3 waren lange Zeit ein beliebtes Tool, um über die Audiodateien von YouTube an kostenlose Musik zu kommen. Die Musikindustrie hat jetzt dagegen geklagt – mit Erfolg.

Auf YouTube gibt es neben einer Menge lustiger Clips und Tutorials vor allem eins: Jede Menge Musikvideos. Kein Wunder also, dass Ripper wie Convert2MP3 sich so großer Beliebtheit erfreut haben. Auf den Plattformen konnten Nutzer alle Videoclips in Sekundenschnelle in Audiodateien umwandeln, und so die eigene Playlist kostenlos um die aktuellen Hits erweitern – zum Nachteil der Musikindsutrie. Diese hat jetzt erfolgreich gegen die Converter geklagt: Die Plattformen werden verboten.

Schluss mit Gratis: YouTube Converter ab sofort verboten

Wie hoch der Schaden für die Musikindustrie durch die Converter genau war, lässt sich nicht sagen. Der Verlust dürfte aber hoch gewesen sein: Der Branche ging nicht nur das Geld durch die Lappen, dass User normalerweise für Songs bezahlt hätten: Auch die Einnahmen durch Werbung vor den Musikvideos auf YouTube reduzierten sich durch Ripper wie Convert2MP3 stark.

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Musikindustrie hat erfolgreich geklagt

Es ist schon fast verwunderlich, dass es jetzt erst zu einem Urteil kam: Plattformen wie Convert2MP3 sind seit Jahren ein "Geheimtipp" unter sparsamen Musikhörern, keiner konnte genau sagen, ob es legal ist oder nicht.

Jetzt klagte die International Phonographic Industry (IFPI) und der Bundesverband Musikindustrie (BVMI) gegen den deutschen Ripper-Dienst Convert2MP3 – mit Erfolg. Laut den Richtern ist die Klage rechtmäßig, den Betreibern der Plattform ist es ab sofort verboten, Dienste dieser Art online anzubieten.

In Zeiten von Streaming kein großer Verlust

Convert2MP3 hatte nach eigenen Angaben in den vergangenen zwölf Monaten fast 700 Millionen Besucher, die sich jetzt nach Alternativen umschauen müssen.

Das Ende der Ripping-Dienste dürfte allerdings in Zeiten von günstigem Musikstreaming kein großer Verlust sein: Als es Spotify und Co. noch nicht gab und Songs noch für 1 bis 2 Euro im iTunes Store gekauft werden mussten, war der Bedarf an YouTube-Convertern vermutlich höher.

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