Tesla wird noch dieses Jahr seinen Elektro-Crossover Model Y präsentieren. Das gab Tesla-CEO Elon Musk im Rahmen der Präsentation des Geschäftsergebnisses bekannt. Demnach wolle man innerhalb der kommenden drei bis sechs Monate die Produktionspläne für das neue Fahrzeug bekannt geben. Ende 2018 soll in die Produktion des Model Y investiert werden.

Aufgrund dieser Ankündigung wird auch vermutet, dass Tesla eine neue Produktionsstätte für das Elektro-Fahrzeug errichten könnte. Laut Musk sei man „sehr begeistert über die Produktion des Model Y“ und man plane „all diese Qualen, die wir mit dem Aufbau der Produktion für das Model 3 durchlaufen haben, zu vermeiden“.

Details zum Fahrzeug sind nicht bekannt. Musk gab im Vorjahr noch bekannt, dass man für das Model Y eine neue Auto-Plattform entwickeln wolle und diese frühestens Ende 2019 bis 2020 in Produktion gehen soll. Diese Aussage widerrief Musk jedoch und sagte, man wolle den Crossover stattdessen auf Basis des Model 3 bauen. Das reduziert die Entwicklungskosten deutlich und ermöglicht es Tesla, die Erkenntnisse aus der „Model 3“-Produktion zu nutzen.

Bekommt Tesla die Probleme in den Griff?

Mit dem Model Y würde Tesla das insgesamt fünfte Fahrzeug in sein Portfolio aufnehmen. Derzeit bietet man den Elektro-Lkw Semi, den Elektro-SUV Model X, die Elektro-Limousine Model S sowie das etwas günstigere Model 3 an. Insbesondere Letzteres bereitete monatelang Probleme, die Produktion blieb aufgrund anhaltender Probleme beim Aufbau der Fertigungsstraßen weit hinter den hoch gesteckten Zielen zurück. Die Situation beginnt sich jedoch zu bessern: Ende 2017 lag man noch bei 1000 Fahrzeugen pro Woche, am Ende des laufenden Quartals soll man bereits bei 2500 Fahrzeugen pro Woche liegen. Im zweiten Quartal, bis Ende Juni, sollen diese Werte nochmals verdoppelt werden, auf 5000 Fahrzeuge pro Woche.

Übernimmt Musk sich?

Zweifel gab es zuletzt auch am Tesla Semi, der bereits von zahlreichen prominenten Firmen, wie PepsiCo und UPS, vorbestellt wurde. Doch Logistik-Unternehmen haben aufgrund der fehlenden Infrastruktur Zweifel an Teslas ehrgeizigen Plänen und fürchten, dass sich Tesla mit seinen Plänen übernehme. Ohnedies muss Tesla derzeit stark investieren, um seine Versprechen einzuhalten. Von einem Gewinn ist man so derzeit weit entfernt, im letzten Quartal 2017 verzeichnete man 675 Millionen US-Dollar Verlust. Der Umsatz stieg mit 3,3 Milliarden Dollar aber ebenfalls an.

Autopilot wird weiter verbessert

Neben dem Model Y verspricht Tesla zudem einen weiteren Meilenstein innerhalb der nächsten drei bis sechs Monate: Teslas Autopilot soll künftig in der Lage sein, ein Fahrzeug vollkommen selbstständig zu fahren. Das soll mit einer Fahrt zwischen der West- und Ostküste der USA unter Beweis gestellt werden. Electrek spekuliert, dass Tesla damit das Autonomie-Level des Autopiloten auf Level 3 (Hochautomatisierung) heben könnte.

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Dabei übernimmt das Fahrzeug auf bestimmten Strecken, beispielsweise Autobahnen, vollständig die Kontrolle, der Fahrer muss lediglich eingreifen, wenn er dazu aufgefordert wird. Musk zufolge müsste man aber derzeit noch eine Route einprogrammieren, um das gewagte Unterfangen – die Fahrt von Küste zu Küste – zu schaffen. Im Laufe dieses Jahres sollen die Funktionen dann auch für Besitzer eines Tesla-Fahrzeuges ausgerollt werden.

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