Die Phasen, in denen man schlecht schläft, kennt wohl jeder. Laut einer DAK-Studie fühlen sich in Deutschland 80 Prozent der Arbeitnehmer von Schlafproblemen betroffen. Mit dazu bei tragen sicher die Dauererreichbarkeit durch Mobiltelefone sowie eine allgemein hohe Nutzung von Fernseh- und anderen Multimediageräten, auch noch kurz vor dem Zubettgehen.

Mittel, die Hilfe bei Schlafstörungen versprechen, gibt es viele. Wir wollten es von Amazon genauer wissen: Was kann gegen die Schlaflosigkeit helfen? Wundert euch nicht, dass dieses Mal einige Produkte darunter sind, die gar nicht mal so blöd scheinen. Es tut uns leid.

Schlafprobleme: Klassische Mittel können helfen

Eines vorab: Bei der Suche stießen wir zunächst auf klassische Produkte wie Ratgeber-Bücher zum Thema „Besser einschlafen“ und ja, verschiedene Teesorten natürlich. Der SleepDeep Abendtee will beispielsweise durch eine Mischung aus zehn Heilpflanzen wie Baldrianwurzeln, Melissenblätter und Lavendelblüten beim Einschlafen helfen. Na dann, Prost!

Neben Tees gibt es natürlich auch diverse Medikamente, die beim Einschlafen helfen sollen. Johanniskraut-basierte Pillen etwa, wirken beruhigend und können so helfen, die Hürde zum Schlaf zu nehmen. Übertreiben sollte man die Selbstmedikation aber vermutlich nicht. Johanniskraut etwa führt bei einer Überdosierung zu einer erhöhten Lichtempfindlichkeit. Zum Einschlafen ist das dann nur bedingt förderlich.

Schlafverbesserung durch das Atmen nach Lichtintervallen

Das Dodow Lichtmetronom ist eine etwas ausgefallenere Einschlafhilfe. Das kleine runde Gerät strahlt sanftes Licht an die Decke ab. Es gibt die Intervalle acht Minuten und 20 Minuten, die man über einen Touchscreen einstellen kann.

Der Baroreflex, ein kleiner physiologischer Mechanismus, der das Gleichgewicht des autonomen Nervensystems wieder herstellen kann, wird angeregt, wenn man dann im Rhythmus des Lichts atmet. Das Dodow-Metronom kostet 49 Euro. Wem das Im-Takt-Atmen zu kompliziert ist, kann sich aber auch mit anderen Mitteln helfen. Wir verstehen das.

Keine gewöhnliche Schlafmaske

Die PaiTree Magnettherapie-Schlafmaske sorgt für komplette Dunkelheit um einen herum und wirkt durch die sechs eingebauten Neodym-Magneten beruhigend. Der Augenraum soll breiter und tiefer sein als bei anderen Schlafmasken *schnarch*. Daneben soll die Maske bei Migräne lindernd wirken. Wir gähnen jedenfalls schon. Lasst euch bei so viel Dunkelheit aber bitte nicht auf die dunkle Seite der Macht ziehen. Nicht gut wir würden finden, um es mit Meister Yoda zu sagen.

Schlaf-BH für bequemeres Liegen

Mit dem La Decollette-Nacht-BH soll das Liegen angenehmer gestaltet werden. Frauen, die größere Brüste haben und dadurch im Liegen unangenehme Druckstellen spüren, kann dieser BH ja vermutlich wirklich eine Stütze sein. Sexy ist das nicht. Aber hey, Entspanntheit, wem Entspanntheit gebührt. Der BH hält die Brüste da, wo sie sein sollen. So gäbe es laut Hersteller kein „Verknittern“ mehr. Dafür muss man aber auch einiges hinblättern: Der BH kostet stolze 50 Euro.

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Geräusche ausblenden oder Musik hören: Beides kann helfen

Der Agptek-Schlafkopfhörer ist multifunktional einsetzbar. Ein Allrounder wie ein Schweizer Taschenmesser. Man kann ihn über die Ohren oder die Augen ziehen. Da er sehr dünn und bequem sein soll, übt er angeblich wenig Stress auf den Kopf aus – was auch immer damit gemeint ist.

Wenn das Stirnband entfernt wird, darauf weist der Hersteller hin, ist er sogar waschbar – wie toll! Beim Einschlafen kann er helfen, indem man beruhigende Musik zum Einschlafen hören oder das ohrenbetäubende Geschnarche des Bettpartners ausschalten kann. Nicht immer ist es nämlich von Vorteil, ihn einfach auszuknocken, liebe Leute.

Eine Schlafweste geht gegen das Schnarchen vor

Eine weitere kuriose Einschlafhilfe ist die Nachtwaechter-Schlafweste. Sie wurde laut Hersteller in einer dreijährigen Entwicklungsphase erstellt und soll gegen das Schnarchen helfen. So kann die eigene Nachtruhe und auch die des Partners verbessert werden. Wie gesagt: Ausknocken ist keine Lösung.

Die Weste hat einen ergonomischen Protektor, also eine Art Schaumstoff-Buckel, auf dem Rücken. Mit einem Klettverschluss zieht man sich die Weste vor dem Schlafengehen an. Sieht zwar bekloppt aus, soll aber etwas bringen. Durch den Buckel am Rücken wird nämlich verhindert, dass man in Rückenlage schläft. Die Rückenlage begünstigt das Schnarchen besonders (danke für diese Weisheit, futurezone).

Lüftungs- und Kühlrippen an der Weste sorgen dafür, dass man nicht zu sehr schwitzt. Laut Hersteller gewöhnt man sich schnell an das Herüberrollen über den Buckel, sodass man dabei nicht aufwacht. Die Schlafweste kostet 100 Euro.

Man sieht: Den Herstellern fallen immer neue Spielereien ein, die uns eine Dornröschen-Erfahrung bescheren sollen. Und das ist wirklich manchmal gar nicht so blöd.

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