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Robo-Gärtner: Dieser sechsbeinige Helfer schützt deine Pflanzen

Der Robo-Pflanzen Hybrid weiß, wo er hin muss.
Der Robo-Pflanzen Hybrid weiß, wo er hin muss.
Foto: Vincross/Sun Tianqi
Ein wandelnder Blumentopf, der auf sechs Beinen deine Zimmerpflanze beschützt? Das ist die Zukunft – oder sieht wenigstens verdammt cool aus.

Es bietet einen etwas gewöhnungsbedürftigen Anblick, wie die Zimmerpflanze des chinesischen Robotikers und Entrepreneurs Sun Tianqi über Tische und Böden krabbelt. Trotz ihrer sechs Robo-Beine erinnert sie mit ihrem Blätter-bestückten Rücken doch an das Pokémon Bisasam – was sie nicht weniger niedlich macht. Gleichzeitig kommt einem jedoch das Bild der Robo-Hunde von Boston Dynamics in den Kopf, was die Freude über die kleine Hauspflanze ein wenig dämpft.

HEXA: Robotik für die Massen

Der sechsbeinige Roboter HEXA ist die Galionsfigur des in China ansässigen Robotik-Unternehmens Vincross. Rein optisch liegt HEXA irgendwo zwischen Spinne und Pokémon und beeindruckt dabei nicht nur mit seiner Breite von 40 und seiner Höhe von circa 15 Zentimetern. Diverse Sensoren für Nachtsicht, Infrarot und Abstands- und Beschleunigungsmessung bilden nur die Spitze des Eisberges aus Fähigkeiten, die der WLAN-fähige Robo-Hexapod mit sich bringt.

Video: HEXA

Für den Vincross-CEO Tianqi ist HEXA jedoch mehr als das. Er will die Technologie für die Massen zugänglich machen und will das Unternehmen nicht nur durch sein Wissen in den Bereichen der Robotik und der künstlichen Intelligenz, sondern auch durch seine Expertise in der Neurowissenschaft und Philosophie voranbringen. Vor allem letzteres scheint in der Umrüstung HEXAs zur krabbelnden Vase eine nicht unwesentliche Rolle gespielt zu haben.

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Zweckentfremdeter Hexapod

Pflanzen wachsen in Richtung der Sonne, das ist kein Geheimnis. Doch wie würde es aussehen, wenn sie noch dazu über Beine verfügten? Mit dieser Frage bewaffnet schuf Tianqi den Robo-Pflanzen Hybrid. Dieser HEXA-Mutant bewegt sich falls nötig in die Sonne oder davon weg. Wie The Verge berichtet, führt er außerdem eine Art Tänzchen auf, sofern das Wasser, aus dem sich die pflanzliche Fracht nähren soll, zur Neige geht. Darüber hinaus kann er mit seinem Besitzer interagieren.

Bereits vergangenes Jahr beschrieb Tianqi sein Projekt im Rahmen eines Beitrags im Vincross-Forum. Die Idee zum wandelnden Blumentopf kam ihm nach eigener Aussage durch eine Sonnenblume: „Die tote Blume saß an einer Stelle, die immer im Schatten stand.“ Er beschreibt Pflanzen als „ewig, unerklärlich und passiv“ – und wollte ihnen die Möglichkeiten der Mobilität und Interaktion schenken. HEXA bot dafür die optimale Grundlage und wurde entsprechend umfunktioniert.

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