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Tesla vs. Klebestreifen: Hacker zeigen verrückte Schwachstelle

Ein Bug bei der automatischen Geschwindigkeitsregelung sorgte nun dafür, dass einem Tesla ein simpler Klebestreifen zum Verhängnis wurde.
Ein Bug bei der automatischen Geschwindigkeitsregelung sorgte nun dafür, dass einem Tesla ein simpler Klebestreifen zum Verhängnis wurde.
Foto: imago/Winfried Rothermel
Ein simpler Klebestreifen soll ausreichen, um Fahrzeuge von Tesla krass zu irritieren. Die potenziellen Gefahren sind groß.

Die Elektroautos der Marke Tesla stecken voller Technik. Müssen sie auch, schließlich verspricht Firmenchef Elon Musk schon seit Jahren, dass Tesla der erste Automobilhersteller sein werde, der vollautonomes Fahren ermöglicht. Sicherheitsexperten haben nun einen Fehler entdeckt, der Schmunzeln lässt aber auch mögliche Gefahren aufzeigt.

So tricksten die Forscher Tesla aus

Unter Zuhilfenahme eines simplen Klebestreifens ist es Sicherheitsexperten gelungen, Elektroautos von Tesla komplett zu irritieren. Das Ergebnis: Bei einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 Kilometern pro Stunde fuhren die Wagen von Elon Musk ganze 130 Kilometer pro Stunde. Das alles nur wegen eines Klebestreifens? Hier sind die Details.

Wie viele andere moderne Autos auch, verfügen die Elektroautos von Tesla über eine automatische Geschwindigkeitsregelung. Eine Kamera beobachtet dabei die Umgebung und erkennt auch Straßenschilder, auf denen die erlaubte Höchstgeschwindigkeit dargestellt wird. Diese Funktion machten sich die Sicherheitsexperten von McAfee nun zunutze: Mit Hilfe eines Klebestreifens veränderten sie ein Schild so, dass aus einer Tempo 35-Zone eine Tempo 85-Zone (in Meilen pro Stunde).

Auch andere Hersteller sind betroffen

Viel Aufwand brauchte es dazu nicht. Wie in dem Video zu erkennen ist, machten sich die Forscher keine große Mühe und veränderten die Zahl "3" auf dem Verkehrsschild nur minimal – doch die kleine Schummelei reichte aus, um die Systeme des Tesla vollkommen durcheinander zu bringen.

So hacken Sicherheitsforscher einen Tesla

Mehr als 40 Millionen Fahrzeuge ließen sich den Experten zufolge auf diese sehr simple Weise täuschen – auch Fahrzeuge anderer Hersteller. Der Grund: All diese Fahrzeuge setzen auf die gleiche Kameratechnik, um die Straßenschilder zu erkennen und richtig auszulesen. Beruhigend ist aber, dass diese Technik in neueren Eletroautos von Tesla nicht mehr verbaut wird – das Model 3 könnte mit dieser Methode beispielsweise nicht mehr getäuscht werden.

"Rollende Angriffsziele"

McAfee will nach eigenen Angaben mit der ungewöhnlichen Aktion auf mögliche Gefahren hinweisen. "Irgendwann in der Zukunft übernehmen intelligente System Aufgaben, die vormals Menschen ausgeführt haben. Wenn wir hier nicht sehr vorausschauend sind und darauf achten, wie diese Systeme agieren, haben wir eine Flotte rollender, untereinander vernetzter Angriffsziele, die für manche Attacke sehr verlockend sein dürften", zitiert Netzwelt die Sicherheitsfirma.

Sieht man einmal von solchen Problemen ab, scheint es Tesla in Sachen Technik ganz gut zu gehen. Schließlich soll die Technologie Teslas der von deutschen Autobauern um mindestens sechs Jahre voraus sein. Nicht immer läuft jedoch alles rund: Deshalb ruft Tesla das Model X zurück.

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