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Apple M1: Das sind die Vor- und Nachteile des neuesten Prozessors

Der neue Prozessor für die MacBooks ist eine absolute Geheimwaffe. Wir erklären dir im Folgenden, was der Apple M1 alles kann.

Apple-Logo auf einem Gebäude.
Apple-Leak: Dieser Produkt könnte offiziell vorgestellt werden. Foto: iStock.com/ozgurdonmaz

Am 10. November 2020 war es soweit: An diesem Tag hat der US-amerikanische Technologiekonzern Apple aus dem kalifornischen Cupertino den hauseigenen Prozessor für die zwei neuesten MacBooks beziehungsweise den Desktoprechner vorgestellt. Das ARM-basierte System on a Chip (SoC) hört auf den Namen Apple M1 und soll eine ernstzunehmende Konkurrenz zu Intel und AMD darstellen. Ob das so ist und welche Vor- und Nachteile der Apple-Prozessor hat, zeigen wir dir nachfolgend.

Apple M1: Das kann der neue Mac-Chip

Durch den neuen Apple M1-Chip hat das Unternehmen nicht nur seinen ersten eigenen Prozessor auf den Markt gebracht, sondern auch zugleich eine neue Ära eingeläutet. Zuvor wurden die MacBooks allesamt mit einem Intel-Chip ausgestattet, doch das wird sich in Zukunft ändern. Unter anderem verspricht sich Apple mit dem neuen SoC eine erhebliche und starke Leistungssteigerung seiner Geräte, die ohnehin schon zu den besten zählen.

Schon bei der Vorstellung bezeichnete Apple seinen eigenen Chip „als besten Prozessor der Welt“. Allerdings stellt sich natürlich die Frage, ob das wirklich so ist oder diese Aussage nur aus Marketinggründen getätigt wurde. Wir schauen uns daher das Apple M1 genauer an. Beginnen wir also mit den klassischen technischen Details.

So steht es um die technischen Daten

Gleich drei Modelle haben den M1-Chip verbaut bekommen: Die 2020er-MacBooks Air und Pro sowie der Desktoprechner Mac Mini. Unter anderem gilt Apples neues Prunkstück als der erste Computerchip, der mit fünf Nanometer Prozess-Technologie angefertigt wurde und ist mit unglaublichen 16 Milliarden Transistoren ausgestattet. Unter anderem verfügt die CPU (Central Processing Unit), sprich der Prozessor, über acht Kerne. Vier davon sind für die Leistung zuständig und die anderen vier Kerne sind auf Effizienz ausgelegt, die sich „Firestorm“ beziehungsweise „Icestorm“ nennen.

Zudem soll durch den neuen Apple M1-Chip der Energieverbrauch sehr gering gehalten werden und die CPU-Leistung pro Watt besser als alle anderen Modelle sein. In Zahlen würde das wie folgt aussehen: Eine 3,5-Mal schnellere CPU-Leistung, 6-Mal schnellere GPU-Performance (Graphics Processing Unit) und bis zu 15-Mal schnelleres maschinelles Lernen. Das soll alles tatsächlich bei einer doppelt so langen Akkulaufzeit funktionieren.

Apple versus Intel

Vergleicht man beispielsweise das MacBook Air mit einem M1- und einem Intel-Chip, dann werden einige Unterschiede bemerkbar. Doch tatsächlich gibt es in puncto Design und Display keine Unterschiede. Das Äußere der MacBooks haben sich kaum verändert. Ebenso wenig wurde am Arbeits- und SSD-Speicher gewerkelt. Vielmehr sind beide beide acht und 16 Gigabyte (GB) beziehungsweise 256 GB, 512 (GB), einem und zwei Terabyte (TB) geblieben.

Unterschiede gibt es aber unterem bei Wi-Fi. Während die Intel-Variante nur Wi-Fi 5 anbieten kann, ist der M1-Chip weiter und versorgt dich mit Wi-Fi 6. Auch die ersten Geekbench-Tests haben gezeigt, dass die Leistung des MacBooks Air mit Apple M1-Chip deutlich besser ist, als die der Laptops mit dem Intel-Chip. Ebenfalls sei die Grafik- und Rechenleistung um ein Erhebliches besser.

Ebenso soll das Zusammenspiel zwischen iPhones, iPads und MacBooks besser gemacht werden. Unter anderem sollen Apps kompatibler sein. Wenn das noch weiter ausgebaut wird, dann wäre es für das Apple-Ökosystem ein riesen Erfolg und zugleich ein Fingerzeig auf die Konkurrenz.

Ein extrem wichtiger Punkt im Vergleich der beiden Prozessoren, ist die Akkulaufzeit. Sowohl der M1- als auch der Intel-Chip haben eine Kapazität von 49,9 Wattstunden vorzuweisen. Der springende Punkt hierbei ist, dass der Apple M1-Chip die Energie schlauer und effizienter verteilen kann, sodass bei gleicher Kapazität eine deutlich längere Laufzeit gewährleistet wird.

Fazit: Sehr vielsprechend

Noch ist Apples M1-Chip neu und es wird noch einige Zeit dauern, bis auf die letzten Details gründlich ausgetestet und analysiert werden. Doch der erste Eindruck ist definitiv vielsprechend und macht Lust auf mehr. Zu sagen ist definitiv: Solltest du dir Gedanken über ein MacBook gemacht haben beziehungsweise willst dir eventuell eins kaufen, dann ist es ratsam einen mit M1-Chip zuzulegen. Einerseits ist der Prozessor sehr gelungen, andererseits ist dieses im Augenblick auch recht konkurrenzlos und wird den SoC-Markt ordentlich durchwirbeln.

Wie du siehst, ist der Apple M1-Chip mitunter eine gelungene Innovation des Unternehmens aus Cupertino. Übrigens steht der Black Friday vor der Tür und du kannst bei einigen Anbietern ein MacBook für günstiger bekommen. Und wenn du nicht weißt, welches iPhone-Flaggschiff besser ist: Hier ist der Vergleich iPhone 12 Pro vs. 11 Pro.

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