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Endlich Schluss mit der Extrawurst? Apple wird sich USB-C beugen müssen

„Kann ich dein Ladekabel benutzen“ – „Nein, sorry, hab ein iPhone.“ Mit diesem Dialog dürfte bald Schluss sein. Die EU zwingt Apple dazu, sich dem USB-C-Standard für iPhone und Co. zu beugen.

Schon des Öfteren machten Gerüchte die Runde, dass das nächste iPhone aber wirklich USB-C statt Apples Lightning-Anschluss zum Laden haben wird. Doch immer wieder wurde daraus doch nichts. Auch das aktuelle iPhone 13 setzt in der gesamten Serie auf das hauseigene System. Durch ein Gesetz kann damit aber bald Schluss sein. Wenn auch noch nicht sofort, so wird das iPhone 16 aber vermutlich auf den Branchenstandard außerhalb des Apple-Universums zurückgreifen müssen.

EU Gesetz macht Schluss mit Apple-Extrawurst

Die Europäische Union arbeitet schon seit September 2021 an einem Gesetzesentwurf, dass den USB-C-Standard für alle Handys, aber sogar Laptops und Co. vorschreiben soll. Hintergrund ist, dass somit Elektromüll in allen EU-Staaten reduziert werden soll. Natürlich entlastet dies auch die Verbraucherinnen und Verbraucher und macht das Laden von elektronischen Geräten unterwegs wesentlich einfacher. In der Erklärung des Europäischen Parlaments heißt es:

Das neue Gesetz wurde sicherstellen, dass Konsumenten keine weiteren, neuen Ladekabel brauchen, wenn sie sich ein neues Gerät zulegen, stattdessen können sie ein Ladekabel für alle ihre kleinen bis mittelgroßen elektronischen Gadgets nutzen.

Europäisches Parlament

Am Mittwoch stimmte dieser Position auch der zuständige Binnenmarktausschuss zu, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet. Nur zwei Mitglieder des 45 Personen umfassenden Komitees sprachen sich dagegen aus. Das Gesetz tritt im Laufe des Jahres 2024 in Kraft und betrifft Handys, aber auch Laptops und andere Geräte wie Smartwatches.

Übernächstes iPhone dann wirklich mit USB-C

Apple hat also noch ein bisschen Zeit, bis sie auch für iPhone und Co. den USB-C-Standard etablieren müssen. Zwar gab es immer wieder Gerüchte, dass die nächste Generation sich nun endlich vom Lightning-Anschluss verabschieden wird. Viel realistischer ist jedoch, dass Apple damit noch ein bisschen abwartet.

Seit dem iPhone 12 werden die Lightning-Ladekabel nicht mehr standardmäßig mitverkauft. Verargumentiert wurde das Ganze als Apples Beitrag zum Umweltschutz. Andererseits sind originale iPhone-Ladekabel auch eine zusätzliche Einnahmequelle für den Konzern, insbesondere weil die iOS-Smartphones sich zunehmender Beliebtheit erfreuen. So war der Marktanteil von Apple 2021 sogar größer als vom Android-Liebling Samsung, wie eine Statista-Analyse zeigt.

Wir gehen also davon aus, dass erst das iPhone 16 mit USB-C-Anschluss ausgestattet sein wird. Für das iPhone 17 soll Apple einen noch größeren Sprung wagen.

Quellen: Europäisches Parlament, Süddeutsche Zeitung

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