Seit jeher verfolgt der Unternehmer Elon Musk ambitioniert futuristische Pläne. Sie betreffen nicht nur die Elektromobilität, sondern auch die Mär vom autonom fahrenden Auto. Teslas Autopilot soll diesen Gedanken in die Tat umsetzen, scheitert derzeit aber offenbar noch an einigen grundlegenden Aufgaben.

Teslas Autopilot auf dem Prüfstand

Der hauseigene Spurhalteassistent sei unzuverlässig. Er „regelte insbesondere beim drohenden Überfahren der Mittellinienmarkierung relativ spät, sodass man als Fahrzeugführer eher Angst bekommt und vorzeitig durch Lenkeingriff reagiert“, zitiert manager magazin ein gerichtliches Gutachten. Es sei Ende Januar 2022 im Auftrag des Landgerichts München erstellt worden.

Teslas Autopilot erkenne in Teilen „Schilder nicht oder sehr spät“. Nach aktuellem Entwicklungsstand sei das System „nicht für den bestimmungsgemäßen Gebrauch geeignet“. Zwar sei das Verfahren noch nicht abgeschlossen, allerdings ist das Münchener Gericht nicht das einzige, dass sich mit dem Fall befasst.

So hatte manager magazin zufolge auch das Landgericht Darmstadt Ende Februar über die Assistenzsysteme des Autobauers geurteilt. Demnach könne die Ampel- und Schildererkennung „unstreitig nicht verwendet werden“.

„Massive Zunahme der Unzufriedenheit“

Christoph Lindner ist Rechtsanwalt und Fahrer eines Tesla Model S. Er erstritt das Urteil am Landgericht Darmstadt und bemerkte „eine massive Zunahme der Unzufriedenheit“ in Bezug auf Teslas Autopilot. In Internetforen berichten Fahrerinnen und Fahrer von „plötzlichen Phantombremsungen„.

Ein Fahrer habe berichtet, dass sich das System vor einem Schatten „erschreckt“ habe. In Folge dessen habe es „so hart nach rechts gezogen, dass ich mir fast einen Seitenspiegel abgefahren hätte“. Der Autopilot sei regelrecht „lebensgefährlich“ schimpft ein wiederum anderer Fahrer. Es wird wohl noch einige Zeit brauchen, bis das System tatsächlich bereit für die Straße ist.

Quelle: manager magazin

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