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„Die Zukunft der Elektroautos“: Neuartige Batterie aus China könnte alles verändern, so Experte

Neuartige Batterien aus China könnten für Elektroautos zum Einsatz kommen. Das wiederum hätte große Auswirkungen auf die gesamte Branche.

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Elektroautos kommen herkömmlichen Verbrennern bezüglich der Reichweite immer näher. Hier werden die Spitzenreiter vorgestellt.

Im Juli 2021 präsentierte Robin Zeng, der Gründer und CEO von Contemporary Amperex Technology (CATL), eine innovative Batterietechnologie, die das Potenzial hat, die Elektroauto-Industrie zu revolutionieren. Statt auf den knappen und teuren Rohstoff Lithium setzt das Unternehmen auf das kostengünstige Natrium. CATL ist der weltweit größte Hersteller von Batteriezellen und bringt somit eine vielversprechende Alternative auf den Markt.

Elektroautos könnten bald mit dieser Batterie angetrieben werden

Auch auf Kobalt verzichten die Natrium-Ionen-Batterien in Gänze. Heute, knapp zwei Jahre später, hat CATL die erste Pilotproduktion der neuen Batterie in Betrieb genommen. Auch der chinesische Autobauer BYD plant der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zufolge, Modelle mit den neuen Batterien anzubieten.

Den ersten Schritt aber macht der chinesische Autobauer JAC Motors den ersten Schritt. Aus einer Pressemitteilung des Unternehmens geht hervor, dass der Hua Xianzi mit der Technologie ausgestattet sein soll. „Die Zukunft der Elektroautos sieht mit der Einführung einer erschwinglicheren und nachhaltigeren Batterietechnologie vielversprechend aus“, meint der CEO von JAC Motors in Südafrika, Karl-Heinz Göbel. „Mit der Entwicklung neuer Batterietechnologien werden die Preise für Elektroautos wettbewerbsfähiger werden, so dass mehr Autokäufer Zugang zu Fahrzeugen mit neuer Energie haben werden.“

Diese neuen lithiumfreien Batteriespeichersysteme könnten Elektroautos maßgeblich voranbringen. Es wird geschätzt, dass sich die Produktion von Batteriezellen allein im Jahr 2022 weltweit verdoppelt hat. In den letzten fünf Jahren hat sich die weltweite Nachfrage der Autoindustrie nach Kobalt verneunfacht, nach Lithium vervierzehnfacht und nach Nickel verzwanzigfacht. Der Mangel an Minen zum Gewinn der Metalle führte zu einem starken Preisanstieg.

„Alle europäischen Hersteller sind hoch interessiert“

Mit den stetig steigenden Batteriekosten könnten Elektrofahrzeuge für die breite Masse zu teurer werden – noch teurer als ohnehin schon. Davor warnen auch Manager wie der Stellantis-CEO Carlos Tavares. Auch Volkswagen-Finanzvorstand Arno Antlitz erklärte jüngst, dass neue Autos teurer würden, auch wegen der hohen Preise für Batteriematerialien.

Ingenieurinnen und Ingenieure befassen sich daher nun schon seit geraumer Zeit mit möglichen Alternativen zu den herkömmlichen Motoren und Batterien von Elektroatos. Die Natrium-Ionen-Batterie von CATL ist nur ein Beispiel für ihre Errungenschaften. Doch ist der Preis nicht ihr einziger Vorteil. Binnen gerade mal 15 Minuten soll man die Batterie auf bis zu 80 Prozent laden können. Zudem sei sie weniger entflammbar und halte Niedrigtemperaturen weit besser aus als herkömmliche Alternativen.

Das Problem: Die Natriumbatterien können bei gleichem Gewicht etwa ein Drittel weniger Energie speichern als Lithiumbatterien – zumindest nach aktuellem Stand der Technik. „Für den mobilen Einsatz im Auto liegen sie damit aktuell noch an der Untergrenze“, zitiert die FAZ Christoph Neef, Batterieexperte am Forschungsinstitut Fraunhofer ISI in Karlsruhe. „Alle europäischen Hersteller sind hoch interessiert an der Natrium-Ionen-Batterie, aber in Europa werden wir sie wohl frühestens in vier Jahren in E-Autos sehen.“

Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung; JAC Motors

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