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iPhone 15: Von wegen Innovation – 3 Features gibt es bei Android schon lange

Das iPhone 15 startet nun in den Verkauf. Doch woher rührt der Hype? Immerhin gibt es diese Features bei der Konkurrenz schon lange.

iPhone 15 Pro im Hintergrund. Vordergrund: grübelnder Mann
u00a9 pathdoc - stock.adobe.com, Apple [M]

Wird das das iPhone 15? // IMTEST

Sony und Apple sollen beim iPhone 15 gemeinsame Sache machen.

Jahr um Jahr kommen neue Handys auf den Markt. Die Flaggschiff-Modelle der hiesigen Marken versprechen dabei jedes Mal dasselbe: Innovation. Nun versucht sich das neue iPhone 15 auf dem Markt zu beweisen. Aber hat das Smartphone wirkliche Branchen-Neuheiten zu bieten?

iPhone 15 jetzt auch mit USB-C

Das offensichtlichste Feature, das zwar beim iPhone 15 neu ist, aber in der Branche nun wirklich niemanden überrascht, ist der Ladeanschluss im USB-C-Format. Bei Android gibt es diesen seit gefühlten Ewigkeiten. Erstmalig fertiggestellt wurde der Anschluss, der den unter Android-Nutzern altbekannten USB-A-Anschluss ersetzte, bereits 2014 – also vor fast 10 Jahren. Zwei Jahre später baute man ihn bereits in etlichen technischen Geräten als Ladeanschluss ein.

Während also die gesamte Smartphone-Branche einen einheitlichen Ladeanschluss verwendete (auch im Falle von USB-A war das herstellerübergreifende Design bereits üblich), bestand man bei Apple auf die Extrawurst. Hier setzte man seit jeher auf den Lightning-Anschluss, den es außerhalb des Kosmos nirgends gibt.

Doch nun schreibt ab 2024 ein Gesetz der Europäischen Union vor, dass die Ladeanschlüsse hierzulande vereinheitlicht werden müssen. Das iPhone 15 hat schon jetzt USB-C erhalten. Auch wenn sich einige Apple-Fans darüber freuen oder für andere nun der Kauf eines iPhones mit weniger Barrieren verbunden ist: Eine Neuerung ist das wohl kaum.

Handys mit Periskopkamera

Doch wie sieht es mit anderen, echten Features aus, die das iPhone 15 nun als neustes und bestes Smartphone von Apple bereithält? Die teureren Pro-Modelle der neuen Produktlinie kommen mit einem wahren Kamera-Upgrade. Statt auf 12 Megapixel setzt man bei der Hauptlinse auf der Rückseite auf stolze 48 Megapixel. Zudem kommt das Gerät mit einer Periskoplinse daher, die die Qualität beim Zoomen massiv verbessert.

Doch auch hier ist die Konkurrenz Apple bereits zuvorgekommen. Laut Recherchen von der Standard gab es dieses Feature erstmalig beim Huawei P30 Pro. Dieses erschien bereits vor vier Jahren.

Der Fairness halber muss allerdings erwähnt werden, dass die Linsen allein nicht entscheidend für ein gutes Bild sind. Auch softwareseitig müssen die richtigen Weichen gestellt sein. Demnach könnten Bilder mit dem iPhone 15 nach wie vor einen noch nie dagewesenen Eindruck erwecken. Aber streng genommen hat Apple hier dennoch kein gänzlich neues Feature in seinem Flaggschiff verbaut.

Besondere Haptik durch den Titanrahmen

In Sachen Material gibt es zwischen den Herstellern teils riesige Unterschiede. Doch woran namhafte Firmen wie Samsung, Google und Apple stets arbeiten, ist die Robustheit ihrer Handys. Das Gewicht soll dennoch möglichst gering und die Haptik angenehm bleiben.

Beim iPhone 15 setzt man zu diesem Zweck bei Apple erstmalig auf einen Rahmen aus Titan. Dieses Material ist in der Luft- und Raumfahrtindustrie aufgrund seiner widerständigen Eigenschaften besonders beliebt. Für ein langlebiges Smartphone, welches auch den Alltag übersteht, ist es also die optimale Wahl.

Doch nur weil Apple für das Handy 2023 erstmalig auf diese Idee gekommen zu sein scheint, trifft das nicht auf andere Hersteller zu. Stattdessen wirkt es so als hätte der kalifornische Hersteller bei einem Branchen-Underdog abgeschaut.

Der erste Titanrahmen wurde bei einem Essential-Smartphone verbaut. Sagt dir das nichts? Kein Wunder. Die Firma konnte sich auf dem globalen Markt nicht durchsetzen. Der CEO, der einstige Google-Manager Andy Rubin, musste nach nur drei Jahren die Segel streichen.

Damit ist das iPhone 15 gegenwärtig das einzige Handy, das auf einen robusten Titan-Rahmen setzt, aber eben auch hier streng genommen nicht das erste.

Quelle: der Standard, eigene Recherche

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