Veröffentlicht inProdukte

Elektroautos haben im Winter ein dringendes Problem – so lässt es sich minimieren

Im Winter bringen Elektroautos Probleme mit sich, für die es bislang keine einheitliche Lösung gibt. Doch du kannst ihnen aktiv selbst entgegenwirken.

© scharfsinn86 - stock.adobe.com

Elektroautos im Winter: So bekämpfst du den Reichweitenverlust

Der Winter kann auch eine Herausforderung für Elektroautos sein.Worauf zu achten ist, seht ihr im Video.


In den kälteren Monaten sehen sich Elektroautos einer verringerten Effizienz gegenüber, da ihr Energieverbrauch um 20 bis 30 Prozent steigt. Dieser erhöhte Energiebedarf führt zu einer erheblichen Verringerung der Reichweite. Das fällt besonders bei Kurzstrecken auf. Im Gegensatz zu Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor können Stromer die Motorwärme nicht zum Aufwärmen des Innenraums nutzen. Dieser Umstand erfordert zusätzliche Energie für das Heizen sowohl des Innenraums als auch der Batterie.

Elektroautos im Winter

Als Fahrer*in eines elektrischen Fahrzeugs besteht daher die Sorge, im Winter in langen Staus stecken zu bleiben. Untersuchungen des ADAC zeigen jedoch, dass Elektroautos die Kabinentemperatur effizient in extremer Kälte aufrechterhalten können.

Sie verbrauchen typischerweise 1,5 bis zwei Kilowattstunden (kWh) pro Stunde, um das Innere bei einer Außentemperatur von minus zehn auf 20 Grad Celsius (°C) zu halten. In einem hypothetischen zehnstündigen Stau würde ein Stromer 15 bis 20 kWh benötigen, eine Menge, die für die meisten modernen Modelle mit größeren Batteriekapazitäten handhabbar ist.

Für Fahrer*innen sowohl von elektrischen als auch Verbrenner-Fahrzeugen ist es unerlässlich, eine Reise mit vollständig geladener Batterie oder vollem „Tank“ zu beginnen. Im Leerlauf kann ein Verbrenner etwa einen bis 1,5 Liter Kraftstoff pro Stunde verbrauchen. Fahrer*innen beider Fahrzeugtypen sollten darauf achten, nicht an notwendigen Funktionen wie Beleuchtung zu sparen, besonders im Dunkeln, da dies zu unsicheren Bedingungen führen kann.

Weiterlesen: Elektroautos: Forscher widerlegen verbreiteten Mythos – „das war ein Schock“

Weniger heizen, weniger laden

Das Fernsehnetzwerk ntv empfiehlt die Anwendung energieeffizienter Heizstrategien für Fahrer*innen von Elektroautos. Die Nutzung von direkten Heizoptionen wie Sitz- oder Lenkradheizungen ist effizienter als die Luftbeheizung. Viele Modelle sind mit schnellen Heizsystemen und Vorheizfunktionen ausgestattet, die vor Fahrtantritt aktiviert werden können, um Energie zu sparen, sobald man unterwegs ist.

Unabhängig vom Fahrzeugtyp sind bestimmte Winterutensilien für eine sichere und komfortable Reise notwendig. Dazu gehören ein Eiskratzer, eine Schneebürste, Starthilfekabel, Frostschutzmittel für die Windschutzscheibe und eine Abdeckung für die Windschutzscheibe. In Gebieten, die zu starkem Schneefall neigen, empfehlen die Expert*innen, zusätzliche Gegenstände wie eine Schaufel, Sand oder Split für Traktion und ein Abschleppseil mitzuführen. Fahrer*innen, die in Skigebiete fahren, sollten auch Schneeketten mitnehmen, falls diese erforderlich sind.

Komfort und Sicherheit der Reisenden sind im Winter gleichermaßen wichtig. Wesentliche Gegenstände umfassen Decken, Snacks, Getränke und eine Thermoskanne mit heißen Getränken, insbesondere für längere Fahrten. Das Mitführen eines passenden Ladekabels für das Handy sowie einer Powerbank ist entscheidend. Zusätzlich sind Handschuhe und eine Taschenlampe praktisch für Arbeiten außerhalb des Fahrzeugs. Auf diese Weise kannst du die Akkukapazität deines Fahrzeugs für die Fahrt sparen.

Quelle: ADAC; ntv

Seit dem 24. Februar 2022 herrscht Krieg in der Ukraine. Hier kannst du den Betroffenen helfen.

Du willst mehr von uns lesen? Folge uns auf Google News.