Windenergie ist momentan ein vieldiskutiertes Thema und häufig wird in diesem Zusammenhang angebracht, dass auf Wind kein Verlass sei. Doch wie entsteht Wind überhaupt und wie genau wird er definiert?

Wie entsteht Wind?

Um zu verstehen, wie Wind entsteht, müssen vorher einige andere grundlegende physikalische Begriffe erklärt werden.

Um uns herum ist Luft. Doch Luft hat tatsächlich auch ein sehr geringes Gewicht, welches durch den Luftdruck beschrieben wird. Allerdings ist das Gewicht beziehungsweise der Druck von Luft nicht immer gleich.

Der Normaldruck von Luft beträgt 1013 hPa (HektoPascal), was 10 Tonnen pro Quadratmeter entspricht. Steigt die Temperatur aber, wird die Luft leichter und der Luftdruck sinkt somit. Wird es aber kälter, so wird die Luft schwerer und der Luftdruck nimmt zu.

Bei warmer Luft entstehen Tiefdruckgebiete, da der Luftdruck gesunken ist. Somit steigt die Luft nach oben, da sie weniger wiegt. Das gleiche passiert umgekehrt mit kalter Luft, welche Hochdruckgebiete erzeugt und die Luft nach unten gedrückt wird, weil sie nun schwerer ist.

Und wie entsteht Wind nun? Wind ist der Zustand der Luft, wenn die Luft von einem Hochdruckgebiet in ein Tiefdruckgebiet wechselt oder andersherum.

Was soll Wind bewirken?

Es ist nun geklärt, wie Wind entsteht, doch nicht, wozu er da ist. Diese Frage ist jedoch einfach zu beantworten. Wind entsteht, um Druckunterschiede auszugleichen.

Um das besser nachvollziehen zu können, nehmen wir als Beispiel den Seewind, welcher in nahezu allen Küstenregionen vorkommt.

Strahlt die Sonne nun auf unsere Küstenstadt, erwärmt sich die Luft. Das tut sie jedoch nicht gleich schnell, da sich die Luft auf dem Land deutlich schneller erwärmt als auf dem Wasser. Der Luftdruck nimmt nun also schnell auf dem Land zu und langsam auf dem Wasser.

Wind entsteht durch den Druckausgleich zwischen Hoch- und Tiefdruckgebieten. Credit: Getty Images / James O’Neil

Anhand der Grafik ist dies noch einmal besser zu erkennen. Die Pfeile zeigen den Weg der Luft an, die blauen Punkte stehen für die Luft und ihre Dichte und die weißen Punkte verdeutlichen den Wind. Der Wind besteht also aus Luft, die sich von Hoch- zu Tiefdruckgebiet bewegt oder andersherum, um den Druck auszugleichen.

Ohne Wind kein Niederschlag: Wie entsteht aus Wind Regen?

Tatsächlich trägt Wind auch maßgeblich dazu bei, dass Regen schneller entstehen kann. Durch Windturbulenzen in Wolken wird der Prozess der Tropfenbildung beschleunigt, der Physiker Gregory Falkovich beschreibt den Vorgang wie in einer Zentrifuge. (via WELT)

Die Wassermoleküle müssen sich einfach ausgedrückt verdichten bis sie ein Fallgewicht erreichen, um anschließend zu Regentropfen zu werden. Ohne Wind würde das zehn bis fünfzehn Stunden dauern, doch durch die Turbulenzen kondensieren die Wassermoleküle mit den Staubteilchen in der Luft innerhalb weniger Minuten.

Regen kann jedoch durch Wettermanipulation mittlerweile auch künstlich erzeugt werden. In einem weiteren Artikel haben wir außerdem erklärt, warum Wetterberichte so oft falsch liegen.

Quellen: WELT, Geographie simpleclub, Planet Schule

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