Anfang September hat der Mars-Rover Perseverance seine erste Probe eingesammelt. Von der Oberfläche des Roten Planeten soll diese nun zur Erde gelangen. Allerdings geht die NASA damit ein gewisses Risiko ein. Denn auf dem Weg zu den Forscher:innen könnte das Gestein verunreinigt werden, sofern nicht die richtigen Maßnahmen getroffen werden.

Mars: Rover schickt Probe bald zur Erde

Im Rahmen der Mars Sample Return-Kampagne sollen die Proben, die der Mars-Rover gesammelt hat, geborgen werden. Aktuell befindet sie sich noch in der Konzeptions- und Technologieentwicklungsphase. Für die NASA stelle die Kampagne „eines der ehrgeizigsten Unterfangen in der Geschichte der Raumfahrt“, heißt es in einem Beitrag des Mars Exploration Program. So seien daran nicht nur mehrere Raumfahrzeuge, sondern auch diverse Regierungen beteiligt.

„Die Rückführung einer Probe vom Mars ist seit den 1980er Jahren eine Priorität für die Planetenforschung, und die potenzielle Möglichkeit, dieses Ziel endlich zu erreichen, hat eine Flut von Kreativität ausgelöst.“

Michael Meyer

Doch warum untersucht der Mars-Rover das Gestein nicht einfach selbst? Die Analyse der Proben auf der Erde birgt einige Vorteile. So können die Forscher:innen hier viele hochmoderne Labortechnologien nutzen. Sie sind teils zu groß und komplex, um sie zum Roten Planeten zu schicken. Außerdem können sie die Analysen im Labor viel schneller durchführen. Das bedeutet, dass die Proben weniger lang der ungewohnten Umgebung ausgesetzt sind.

NASA schützt Gestein vor Verunreinigung

„Seit meiner Studienzeit habe ich davon geträumt, Mars-Proben zu analysieren. Die Sammlung dieser gut dokumentierten Proben wird es uns schließlich ermöglichen, sie in den besten Labors hier auf der Erde zu analysieren, sobald sie zurückgebracht werden.“

Meenakshi Wadhwa

Wadhwa ist leitende Wissenschaftlerin für das Mars Sample Return Programm, das vom Jet Propulsion Laboratory der NASA in Südkalifornien geführt wird. Würden sie und ihr Team die Proben der Mars-Rover untersuchen, könnten sie die Antwort auf eine der ältesten Fragen der Astronomie finden: „Hat sich irgendwo im Sonnensystem außer auf der Erde Leben angesiedelt?“

Zunächst aber muss das Gestein in die Hände der Forscher:innen gelangen. Dafür ist mitunter Daniel Glavin, Astrobiologe am Goddard Space Flight Center der NASA, verantwortlich. Er entwickelt Systeme, die die Proben auf ihrer Reise vor Verunreinigungen schützen sollen. „Ich habe meine ganze Karriere darauf hingearbeitet, diese Frage beantworten zu können“, erklärt der ehemalige Forscher des Max-Planck-Instituts für Chemie in Mainz.

Quellen: Mars Exploration Program; eigene Recherche

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